{"id":10235,"date":"2019-08-13T15:38:42","date_gmt":"2019-08-13T15:38:42","guid":{"rendered":"https:\/\/tuttosprint.ch\/?p=10235"},"modified":"2019-08-13T15:38:42","modified_gmt":"2019-08-13T15:38:42","slug":"sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/","title":{"rendered":"Sieben Schl\u00f6sser im Leine- und Weserbergland"},"content":{"rendered":"<h3>Wie war es wirklich? \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen der G\u00e4ste auf den Sieben Schl\u00f6ssern &#8211;\u00a0Vom fr\u00fchen Wikipedia \u00fcber \u201ekleine Gesch\u00e4fte\u201c bis zur Ausrottung der Pocken &#8211;<\/h3>\n<p><em>\u00a0&#8211; Karin S. Schwarz \/ Birte Vogel &#8211;<\/em><\/p>\n<p>August 2019 \u2013 Die Faszination von Schl\u00f6ssern erw\u00e4chst nicht nur aus ihrer Architektur und Historie, sondern auch aus ihren Geschichten. Wenn alte Mauern sprechen k\u00f6nnten. Manches geben sie preis, aber in jedem Schloss schlummert noch mindestens ein Geheimnis. Doch wie kommen all diese Geschichten heute ans Licht? B\u00fchne frei f\u00fcr die freundlichen G\u00e4stef\u00fchrer der Sieben Schl\u00f6sser im Leine- und Weserbergland! Kaum jemand kennt die Schl\u00f6sser und ihre Geschichte(n) so gut wie sie. Und sie freuen sich immer, wenn Besucher interessiert nachfragen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-10250 size-full\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger.jpg 640w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger-300x200.jpg 300w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger-435x290.jpg 435w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger-150x100.jpg 150w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/pressekonferenzFotografin-Andrea-Gerstenberger-370x247.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben einmal den G\u00e4stef\u00fchrern der Sieben Schl\u00f6ssern im Leine- und Weserbergland gelauscht und eine Menge spannender Dinge aus alten Zeiten erfahren. Denn in jedem Schloss gibt es immer die eine Frage, die besonders oft gestellt wird: nach m\u00f6glichen Attrappen auf dem Weltkulturerbe Schloss Corvey, dem Pferderitt \u00fcber die Schlosstreppe im Schloss F\u00fcrstenberg, den \u201ekleinen Gesch\u00e4ften\u201c der flei\u00dfigen Heilwassertrinker am Schloss Pyrmont, den Muscheln auf Schloss H\u00e4melschenburg, nach Kriegszerst\u00f6rungen im Weserrenaissance Schloss Bevern, \u201emedizinischen\u201c Errungenschaften auf Schloss B\u00fcckeburg, der Bedeutung der Zwerge auf Schloss Marienburg, nach Pr\u00e4sident Obama im Schlosshotel M\u00fcnchhausen und nach der wahren Geschichte des Rattenf\u00e4ngers von Hameln. Begeben wir uns auf eine etwas andere Zeitreise.<\/p>\n<p><strong>74.000 uralte B\u00fccher auf Weltkulturerbe Schloss Corvey? Fr\u00fches Wikipedia \u2026 oder alles nur Attrappen?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10254 alignright\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/dms-Logo-neu-e1532352838388.png\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"291\" \/>Wer die f\u00fcnfzehn R\u00e4ume der F\u00fcrstlichen Bibliothek im Weltkulturerbe Schloss Corvey betritt, ist zun\u00e4chst \u00fcberw\u00e4ltigt von der sagenhaften Menge an B\u00fcchern in den Edelholzbuchschr\u00e4nken. So unfassbar viele B\u00fccher, so alt und so gut erhalten! Aber, Moment mal, so gut erhalten? Im Heimatmuseum zu Hause liegen auch B\u00fccher herum, und die sind reichlich zerfleddert. Wie k\u00f6nnen dann B\u00fccher auf Corvey so gut aussehen? Und \u00fcberhaupt, vierundsiebzigtausend B\u00fccher? Das m\u00fcssen doch Attrappen sein! Corveys G\u00e4stef\u00fchrer kennen diese Zweifel, denn sie werden oft ge\u00e4u\u00dfert. Und dann k\u00f6nnen sie ihren G\u00e4sten ganz Unglaubliches erz\u00e4hlen. Denn, tats\u00e4chlich, diese B\u00fccher sind alle echt! Sie waren das Wikipedia des 19. Jahrhunderts, das zahlreiche Adlige, Gelehrte und Forscher aus ganz Deutschland bei bestimmten Fragen zu Rate zogen, darunter auch Frauen. Die ber\u00fchmte Dichterin Annette von Droste-H\u00fclshoff arbeitete 1843 sogar eine Zeitlang in dieser Bibliothek. Eins war aber allen Besuchern gleich: Sie bewunderten den schier unendlichen Wissensreichtum, der ihnen hier zur Verf\u00fcgung stand, und schlenderten mit Vorliebe durch die R\u00e4ume, um die Verhei\u00dfung von gro\u00dfer Kultur, Weisheit und aufregenden Reisen durch die unbekannte Welt zu atmen, die diese B\u00fccher versprachen. Doch einfach so die Schr\u00e4nke \u00f6ffnen und in irgendeinem Buch herumbl\u00e4ttern \u2013 das ging schon damals nicht. Man musste, wie heute in jeder B\u00fccherei, einen Katalog durchbl\u00e4ttern, der nach der Wissenschaftssystematik deutscher Universit\u00e4ten erstellt worden war. So lie\u00df sich alles, von juristischen Abhandlungen \u00fcber naturwissenschaftlichen Studien bis hin zur sch\u00f6ngeistigen Literatur, ganz leicht mit Hilfe des anwesenden Bibliothekars finden. Lesen musste man diese B\u00fccher allerdings in den R\u00e4umen der Bibliothek \u2013 eine Ausleihe war nur Mitgliedern der f\u00fcrstlichen Familie und wenigen ausgew\u00e4hlten hohen Offizieren gestattet. Also, ja, die reichhaltige Bibliothek im Weltkulturerbe Schloss Corvey ist so echt, wie sie nur sein kann. Deshalb ist sie ein echtes, historisches Dokument von h\u00f6chstem Rang und ein bedeutendes Denkmal europ\u00e4ischer Buchkultur.<\/p>\n<p><strong>Ist der Herzog mit seinem Gefolge wirklich die Treppe im Schloss F\u00fcrstenberg hoch\u2026geritten?<\/strong><\/p>\n<p>Sie waren ja fr\u00fcher manchmal ein bisschen verr\u00fcckt, diese Herz\u00f6ge, erz\u00e4hlt man sich allerorten. Gerade, wenn sie von einer erfolgreichen Jagd zur\u00fcckkamen, gab es doch sicher wilde Gelage mit kostbarem Porzellan und unersch\u00f6pflichen Weinvorr\u00e4ten. Oder? Und kam der Herzog mit seinem Gefolge wirklich zu diesen Gelagen die Treppe im Schloss F\u00fcrstenberg hochgeritten? Bei den sehr flachen Stufen bietet sich das doch geradezu an, oder ist es doch nur eine Legende? Sieht man sich das Treppenhaus des Schlosses einmal genauer an, und das tun die G\u00e4ste, die sich diese Frage stellen, dann f\u00e4llt zun\u00e4chst auf, dass die Treppe gar nicht aus Stein oder Marmor ist, sondern aus schlichtem Holz.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich besteht sie sogar teilweise aus Holz aus Abbruchh\u00e4usern, das hier wieder verbaut wurde. So innovativ sind unsere heutigen Recycling-Konzepte also gar nicht. Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel hatte die Treppe um 1750 bauen lassen, und, ganz anders als in vielen anderen Schl\u00f6ssern \u00fcblich, war ihm hier die Funktionalit\u00e4t wichtiger als Sch\u00f6nheit oder gar Prunk. Irgendwie musste man schlie\u00dflich von unten nach oben und wieder zur\u00fcck kommen, nachdem das Schloss sich mittlerweile aus verschiedenen mittelalterlichen und neueren Bauabschnitten zusammensetzte. Diese Teile mussten m\u00f6glichst sinnvoll verbunden werden, ohne dass man gro\u00dfe Umwege in Kauf nehmen musste: So lie\u00df Herzog Carl die Treppe genauso anlegen wie man sie heute noch sieht, \u2013 DIN Normen gab es damals noch nicht. Er lie\u00df sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer Kalkschl\u00e4mme aus Kalkmilch und Feinsand \u00fcberziehen, um das Holz zu sch\u00fctzen. Und wie war das nun \u2013 ist der Herzog anschlie\u00dfend wirklich mit seinem Gefolge auf Pferden diese Holztreppe hochgedonnert? So sch\u00f6n verr\u00fcckt die M\u00e4r klingen mag, sie stimmt leider (oder gl\u00fccklich<\/p>\n<p>erweise) nicht. Nicht nur h\u00e4tte die Treppe das nat\u00fcrlich gar nicht lange \u00fcberlebt. Aber das alte Schloss F\u00fcrstenberg war zu jener Zeit auch gar nicht mehr f\u00fcr Jagdausfl\u00fcge des Herzogs genutzt worden. Es lag bereits seit rund 100 Jahren in einem Dornr\u00f6schenschlaf, aus dem der Herzog selbst es schlie\u00dflich 1747 weckte, um an diesem Ort eine Manufaktur aufzubauen, die bis heute genau hier ihr mittlerweile weltber\u00fchmtes Porzellan herstellt. Und ein Pferd oder gar mehrere im Porzellanladen? Nein, so verr\u00fcckt war dieser Herzog nicht.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-10235 gallery-columns-2 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/fuerstliche_hofreitschule_bueckeburg\/#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg.jpg 448w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg-300x200.jpg 300w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg-435x290.jpg 435w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg-150x100.jpg 150w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Fuerstliche_Hofreitschule_Bueckeburg-370x247.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/6025n_aehrensache_2014\/#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014.jpg 448w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014-300x200.jpg 300w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014-435x290.jpg 435w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014-150x100.jpg 150w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/6025N_Aehrensache_2014-370x247.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Was oben hineinkommt, muss ja unten \u2026 Aber wie? Schloss Pyrmont und die durstigen Kurg\u00e4ste<\/strong><\/p>\n<p>35 Gl\u00e4ser Wasser in einer Stunde trinken zu m\u00fcssen, ist schon allein eine sportliche Leistung. Sich dann auch noch bewegen zu m\u00fcssen, na gut, das bekommt man vielleicht auch noch hin. Doch was macht man mit dem ganzen verflixten Wasser, das selbst bei gem\u00e4chlichem Flanieren unter schattigen B\u00e4umen in g<\/p>\n<p>enau eine, eher ung\u00fcnstige Richtung treibt? Die Heilquellen von Bad Pyrmont, in unmittelbarer N\u00e4he zum Schloss, sind legend\u00e4r, schon seit vielen hundert Jahren. Zahllose Menschen sind hierhergekommen, um ihre Gesundheit mit Hilfe einer Trinkkur zu verbessern. Die bekannteste Quelle, der Hyllige Born (\u201eHeiliger Brunnen\u201c), und ihre zahlreichen Kolleginnen sorgten daf\u00fcr, dass Bad Pyrmont schon damals anderen beliebten Kurb\u00e4dern wie Karlsbad den Rang streitig machte. Ab 6 Uhr fr\u00fch, so die Empfehlung der Kur\u00e4rzte, sollte man die ersten Gl\u00e4ser Heilwasser trinken \u2013 auf n\u00fcchternen Magen. Das Wasser wurde direkt aus der Quelle gesch\u00f6pft und den Kurg\u00e4sten angereicht. Sodann spazierten sie die Allee hinauf und hinunter, holten sich zwischendurch Nachschub an der Wasserquelle und gingen wieder auf und ab. 20- bis 35-mal ging das so, und man kann sich vorstellen, dass sich bei so viel Wasserzufuhr und Bewegung nicht nur die Beine in Bewegung setzten. Doch was tun, wenn es heikel wird? In weiser Voraussicht hatte die Brunnenverwaltung westlich der Hauptallee 166 sogenannte Abtritte bauen lassen. Dort konnten die G\u00e4ste gewisse Erledigungen machen, die keinerlei Aufschub duldeten. Gegen eine Geb\u00fchr mietete man ein \u201eCabinett\u201c nur f\u00fcr sich allein und erhielt einen eigenen Schl\u00fcssel. Das, was das viele Heilwasser nun allmorgendlich hinaustrieb, landete nun in Sitzgruben. Das Putzen der Abtritte und das Leeren der Sitzgruben \u00fcbernahm das Pyrmonter Waisenhaus und erhielt im Gegenzug daf\u00fcr die Schl\u00fcsselgelder aus den Cabinett-Mieten. Der Grubeninhalt wurde in einen extra hierf\u00fcr angelegten kleinen Bach gesp\u00fclt, der schlie\u00dflich in den Schlosskanal geleitet wurde. Nein, man mag sich das gar nicht weiter ausmalen, doch damals waren diese Abtritte das Nonplusultra. Zu sehen sind sie heute allerdings nur noch auf alten Pl\u00e4nen, denn mit der Erfindung der Kanalisation war die Zeit des \u00fcbelriechenden Schlosskanals zum Gl\u00fcck vorbei.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-10235 gallery-columns-2 gallery-size-full'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/presse_bueckeburg_04\/#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04.jpg 448w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04-300x200.jpg 300w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04-435x290.jpg 435w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04-150x100.jpg 150w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_04-370x247.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/presse_bueckeburg_06\/#main'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"448\" height=\"299\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06.jpg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06.jpg 448w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06-300x200.jpg 300w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06-435x290.jpg 435w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06-150x100.jpg 150w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_06-370x247.jpg 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Wie kommen die Muscheln auf Schloss H\u00e4melschenburg? \u2026 So weit weg vom Meer?<\/strong><\/p>\n<p>Es liegt weit weg vom n\u00e4chsten Meer, das Schloss H\u00e4melschenburg, Luftlinie etwa 200 Kilometer. Auch in seiner wechselvollen Geschichte lassen sich keinerlei Verbindungen zu irgendeinem Ozean finden. Zwar ist das Schloss ein Wasserschloss, doch Muscheln? Nein, nach denen kann man das Wasser hier lange absuchen. Und dennoch befinden sich hier zwei gro\u00dfe, stilisierte Muscheln, eingearbeitet in den sch\u00f6nen gelben Wesersandstein. Jakobsmuscheln!, denken viele G\u00e4ste, h\u00f6rt man doch in den letzten Jahren immer wieder von dem Jakobsweg. Und ganz falsch liegen sie da nicht, wenn auch die Jakobspilger erst sehr sp\u00e4t kamen, n\u00e4mlich ein paar Jahrhunderte, nachdem es die steinernen Muscheln schon gab. Alles begann mit einer Durchreiche. Nachdem H\u00e4melschenburg 1544 durch einen verheerenden Brand v\u00f6llig zerst\u00f6rt wurde, lie\u00dfen J\u00fcrgen Klencke und seine Frau Anna von Holle das Schloss wieder neu errichten. Die Baupl\u00e4ne sahen vor, dass von der Schlossk\u00fcche eine Durchreiche in eine kleine Halle f\u00fchren sollte. Nicht f\u00fcr die unkomplizierte Nachlieferung von Essen f\u00fcr Festlichkeiten war sie gedacht, auch wenn Martin Luther daran vielleicht auch seine Freude gehabt h\u00e4tte. Nein, die beiden Erbauer des Schlosses folgten damit Luthers Wunsch an alle Christen, sich stets in Barmherzigkeit zu \u00fcben. Seitdem fanden in der Halle t\u00e4glich Speisungen f\u00fcr arme und bed\u00fcrftige Menschen aus der Umgebung statt. Und wie ernst es die Erbauer mit ihrer Barmherzigkeit meinten, sieht man nicht nur daran, dass es diese Durchreiche \u00fcberhaupt gab, sondern auch daran, dass sie die zwei Sitze rechts und links davon in Stein hauten \u2013 f\u00fcr die Ewigkeit gebaut. Und diese Sitze sind von Muscheln gekr\u00f6nt. Wie ein sch\u00fctzendes Dach w\u00f6lben sie sich \u00fcber die \u00fcber ihre Teller gebeugten H\u00e4upter. Die Jakobspilger kamen tats\u00e4chlich erst im 21. Jahrhundert, als n\u00e4mlich 2005 der Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda er\u00f6ffnet wurde. Sie machen gerne Rast auf Schloss H\u00e4melschenburg, auch wenn die Durchreiche l\u00e4ngst geschlossen ist. Zu sehen sind die Muscheln, der Beweis f\u00fcr die Barmherzigkeit der Erbauerfamilie, aber bis heute.<\/p>\n<p><strong>&#8222;So pr\u00e4chtig ist das Weserrenaissance Schloss Bevern\u2026 War es denn im Krieg gar nicht zerst\u00f6rt?&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die zahllosen Fenster intakt, das Mauerwerk so fein dekoriert, und alles noch so gut in Schuss! Viele, die das Weserrenaissance Schloss Bevern besuchen, staunen \u00fcber den Zustand dieses pr\u00e4chtigen Geb\u00e4udes. Insbesondere angesichts seiner Geschichte w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, als es eine Sportschule der SA und eine Pionierkaserne in seinen R\u00e4umen beherbergen musste. Da die Alliierten solche Standorte mancherorts v\u00f6llig zerst\u00f6rten, sind viele G\u00e4ste \u00fcberrascht, dass hier, so nah an der Stadt Holzminden, jeder Stein auf dem anderen geblieben ist. Das Vierfl\u00fcgel-Schloss, erbaut von Statius von M\u00fcnchhausen, gelangte nach seinem Tod an die Herz\u00f6ge von Braunschweig-L\u00fcneburg, bevor es an den Braunschweigischen Staat ging. Der nutzte es jahrzehntelang als \u201eBesserungs-\u201c und \u201eErziehungsanstalt\u201c, bevor die Nationalsozialisten einzogen. Im Krieg selbst nahm das Schloss aber in der Tat keinerlei \u00e4u\u00dferlichen Schaden. Wie durch ein Wunder fiel nicht eine einzige Bombe darauf. Ganz unbesch\u00e4digt blieb das \u00fcber 300 Jahre alte Schloss dennoch nicht. Der Schaden kam, als der Krieg beendet war. Die Alliierten brachten bis zu 3.000 befreite russische und polnische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter im Schloss unter. Alles, was brennbar war, wurde verheizt, Fu\u00dfb\u00f6den, Fenster, sogar einige Dachsparren. Als etwa 800 lettische Gefl\u00fcchtete oder Vertriebene im Schloss untergebracht wurden und hier auf ihre Auswanderung nach Amerika, Kanada und Australien warteten, besserte sich die Lage entscheidend. Sie nannten das Schloss \u201eCeriba\u201c, lettisch f\u00fcr \u201eHoffnung\u201c. Und endlich hielt wieder kulturelles Leben Einzug ins Schloss, denn sie bauten die zerst\u00f6rte Turnhalle wieder auf und nutzten sie f\u00fcr Theaterauff\u00fchrungen. Als die Letten sich aber auf den Weg in ihre neue Heimat machten, verstummte das Leben im Schloss. Es verfiel zusehends, es regnete durch die D\u00e4cher, und alles, was den Menschen der Umgebung noch n\u00fctzlich erschien, wurde gestohlen. Eine Renovierung schien lange au\u00dfer Frage. Doch dann kaufte die Gemeinde Bevern das Schloss, verkaufte die Zehntscheune, das Brauhaus, die Schmiede und das Armenhaus, vermietete das Schloss selbst als M\u00f6bellager und als Standort f\u00fcr einen Sch\u00fctzenverein, dessen Hinterlassenschaften man noch in Form von Kugeln in der Lehmdecke sehen kann. Und 1981 wurde das Schloss endlich restauriert und \u00fcber die Jahre zu seiner heutigen Sch\u00f6nheit und Pracht zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Was machten die Menschen auf Schloss B\u00fcckeburg fr\u00fcher&#8230;beispielsweise bei einer Blinddarmentz\u00fcndung?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10248 alignleft\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_07-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_07-200x300.jpg 200w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/presse_bueckeburg_07.jpg 299w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Alles auf Schloss B\u00fcckeburg erinnert an ein Leben, das heute kaum noch vorstellbar ist. Prunkvoll war es, luxuri\u00f6s und voller Sch\u00f6nheit bis ins winzigste Detail. Was da leicht aus dem Blick ger\u00e4t, ist, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Schlosses im Grunde Menschen wie du und ich waren. Sie hatten Lieblingsgerichte wie wir, ihnen wurden die Herzen gebrochen wie uns, und sie wurden nat\u00fcrlich auch krank wie wir. Doch was haben die Menschen damals gegen Krankheiten tun k\u00f6nnen? Naturheilmittel konnten sehr vieles kurieren, doch diese Art der Heilung brauchte Zeit, die man oft nicht hatte. So endeten viele Erkrankungen damals t\u00f6dlich. Gegen eine Blinddarmentz\u00fcndung \u2013 heute eine Standardoperation \u2013 war man machtlos. Auch die B\u00fcckeburger F\u00fcrstin Juliane starb in fr\u00fchen Jahren &#8211; an den Folgen einer starken Erk\u00e4ltung. Genau sie war es aber, die dabei half, eine hochansteckende und sehr h\u00e4ufig t\u00f6dlich verlaufende Krankheit im F\u00fcrstentum Schaumburg-Lippe auszurotten: die Pocken. Der Leibarzt der F\u00fcrstin, Hofrat Dr. Bernhard Christoph Faust, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Blattern, wie sie damals hie\u00dfen, zu bek\u00e4mpfen. Diese durch Viren \u00fcbertragbare Krankheit brachte vor allem Kindern starke Schmerzen und f\u00fchrte h\u00e4ufig zu Erblindung und schweren Hirnsch\u00e4den. Doch Rettung nahte in Form eines in England entwickelten Impfstoffs. Allerdings waren die Menschen damals von einer Impfung so gar nicht zu \u00fcberzeugen \u2013 wir kennen das aus aktuellen Diskussionen um die Masernimpfung. Doch dann hatten F\u00fcrstin Juliane und Dr. Faust die durchschlagende Idee: Sie initiierten ein gro\u00dfes Fest f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, um ihnen die Angst vor der Impfung zu nehmen, und lie\u00dfen ihnen nach erfolgtem Pieks einen Krengel, die typische B\u00fcckeburger Brezel aush\u00e4ndigen. Mit Erfolg \u2013 immer mehr Menschen lie\u00dfen sich impfen und halfen damit, die Pocken im F\u00fcrstentum auszurotten. Ganz B\u00fcckeburg feiert deshalb seit 1801 regelm\u00e4\u00dfig das \u201eKrengelfest\u201c zu Ehren der F\u00fcrstin Juliane und ihres Leibarztes.<\/p>\n<p><strong>Sind die Zwerge auf Schloss Marienburg etwa Schneewittchens sieben Zwerge \u2026 hinter den sieben Bergen?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10242 alignleft\" src=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/LandpartieR.Fischer-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/LandpartieR.Fischer-222x300.jpg 222w, https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/LandpartieR.Fischer.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px\" \/>Es ist ein M\u00e4rchenschloss, dieses hoch auf dem Marienberg thronende Schloss, das der letzte K\u00f6nig von Hannover f\u00fcr seine geliebte Frau Marie bauen lie\u00df. Wer es besucht, wird schon gleich am Eingang von echten M\u00e4rchengestalten empfangen: einem knienden Zwergenpaar, das rechts und links vom Tor Wache h\u00e4lt. Aber geh\u00f6ren die beiden wirklich zu den sieben Zwergen, die hinter den sieben Bergen leben? Sie sind im Knien nur knapp 65 Zentimeter gro\u00df, die beiden Zwerge, und bestehen aus Zinkguss. Das m\u00e4rchenhaft verzierte Schild, das sie zu ihrer Seite tragen, ist aus Gusseisen geformt. Und sie s\u00e4umten urspr\u00fcnglich alle Innen- und Au\u00dfenseiten der beiden Tore zum Schloss Marienburg. Dass sie den Zwergen aus dem ber\u00fchmten M\u00e4rchen \u201eSchneewittchen\u201c nachempfunden sein k\u00f6nnten, ist gar nicht so abwegig. Nicht nur war K\u00f6nigin Marie eine gro\u00dfe Liebhaberin aller M\u00e4rchen. Es liegen, etwas weiter s\u00fcdwestlich bei Alfeld, auch tats\u00e4chlich echte Sieben Berge! Allerdings bezweifelt die Wissenschaft, dass die Gebr\u00fcder Grimm zur Zeit der Ver\u00f6ffentlichung des M\u00e4rchens, 1812, die Alfelder Sieben Berge kannten. Denn sie lebten da noch zu weit entfernt. Erst knapp 20 Jahre sp\u00e4ter kamen sie in die N\u00e4he, nach G\u00f6ttingen. Es m\u00fcssen wohl andere Sieben Berge gewesen sein, die sie zu ihrem M\u00e4rchen inspirierten. M\u00f6glich, dass K\u00f6nigin Marie dies l\u00e4ngst wusste \u2013 sie lie\u00df sich n\u00e4mlich weitere M\u00e4rchen \u00fcber Zwerge hinter den Sieben Bergen schreiben, die bis heute \u00fcberdauert haben. Es sind heldenhafte Zwerge, die gute Menschen wie die Jungfrau Oda vor dem B\u00f6sen besch\u00fctzten oder Menschen wie den Stadtmusikanten Thomas foppten. Woher genau die grimmig dreinschauenden Zwerge mit den wilden B\u00e4rten stammten, die nun schon so viele Jahrzehnte treue Dienste auf Schloss Marienburg leisten, ist also nicht \u00fcberliefert. Doch eins wei\u00df man genau: Ihre Schilde waren der perfekte Schutz gegen unachtsame Kutscher, die mit den eisenbeschlagenen gro\u00dfen R\u00e4dern ihrer Gef\u00e4hrte manchmal zu nah an das Tor kamen und die Steine so besch\u00e4digten. Dank der mutigen Zwerge sind die Tore der Marienburg aber noch heute in perfektem Zustand.<\/p>\n<p><strong>War der amerikanische Pr\u00e4sident Barack Obama einmal zu Gast im Schlosshotel M\u00fcnchhausen \u2026 oder ist das eine Ente?<\/strong><\/p>\n<p>Es h\u00e4lt sich ein Ger\u00fccht rund um das Schlosshotel M\u00fcnchhausen: Pr\u00e4sident Barack Obama habe dort einmal logiert! Doch stimmt das wirklich, fragen sich viele G\u00e4ste, war er da? Wom\u00f6glich mit seiner Frau Michelle und den beiden T\u00f6chtern Malia und Sasha? Tats\u00e4chlich stand dies w\u00e4hrend der Amtszeit des Pr\u00e4sidenten zur Debatte: Das Schlosshotel M\u00fcnchhausen war eins von drei Hotels in Deutschland, die es in die engere Wahl f\u00fcr einen seiner Deutschlandbesuche geschafft hatten. Er h\u00e4tte jede Menge Platz dort gehabt, seine Sicherheit h\u00e4tte man hier garantieren k\u00f6nnen. Und in einem Schloss unterzukommen, w\u00e4re f\u00fcr Obama ja durchaus standesgem\u00e4\u00df gewesen. Dreimal wurden das Hotel und das Gel\u00e4nde von einer achtk\u00f6pfigen amerikanischen Sicherheitskommission auf Herz und Nieren gepr\u00fcft: Anfahrt, Fluchtm\u00f6glichkeiten, Helikopterzugang, Zimmer, Fenster, T\u00fcren, Ausstattung, Essen \u2013 alles passte perfekt f\u00fcr einen Besuch des Pr\u00e4sidenten. Doch am Ende entschied man sich f\u00fcr ein anderes Hotel, da es n\u00e4her an der Stadt Hannover lag. Umsonst waren die aufw\u00e4ndigen Inspektionen des Schlosses allerdings nicht: 54 Mitglieder des Pressekorps des Wei\u00dfen Hauses wurden hier eine Woche lang w\u00e4hrend Pr\u00e4sident Obamas Deutschlandbesuch (April 2016) untergebracht. Aus dem idyllischen Schlosshotel verschickten sie die Berichte \u00fcber den Besuch ihres Pr\u00e4sidenten. Also war Obama tats\u00e4chlich ein bisschen dort, wenn auch nicht pers\u00f6nlich, aber in Wort und Bild in zahllosen E-Mails und Dutzenden Liveschaltungen auf dem Fernsehsender CNN, die von Aerzen in die Welt hinaus gingen.<\/p>\n<p><strong>Hat der Rattenf\u00e4nger die vielen Kinder von Hameln nun entf\u00fchrt \u2026 oder befreit?<\/strong><\/p>\n<p>Er kam in die Stadt, um sie von einer Rattenplage zu befreien: der ber\u00fchmte Rattenf\u00e4nger von Hameln. Er fl\u00f6tete die unerw\u00fcnschten Tiere sozusagen in ihren Untergang: Sie folgten ihm und seinen Melodien wie in Trance und st\u00fcrzten schlie\u00dflich in die Weser, wo sie ertranken. Doch verga\u00df man in Hameln leider, den Rattenf\u00e4nger f\u00fcr diesen Erfolg zu entlohnen, und er sann \u2013 so hei\u00dft es \u2013 nach Rache. Er kam erneut in die Stadt, fl\u00f6tete diesmal die Kinder in eine Trance und f\u00fchrte sie aus der Stadt. Wohin, wei\u00df niemand so recht, denn die 130 M\u00e4dchen und Jungen wurden nie wieder gesehen. Die g\u00e4ngigste Legende besagt, er habe sie wie die Ratten in den Tod gef\u00fchrt. Doch stimmt das wirklich, fragen sich viele G\u00e4ste ungl\u00e4ubig. Und sie fragen sich das nicht ganz zu unrecht. Denn bis heute, \u00fcber 700 Jahre nachdem der Rattenf\u00e4nger die Stadt Hameln zuerst ins Gl\u00fcck und dann scheinbar ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzte, streiten sich selbst die Gelehrten \u00fcber den Ausgang der Geschichte. Wurden die Kinder wirklich entf\u00fchrt oder hat der Rattenf\u00e4nger sie nicht doch eher aus Gewalt und Armut befreit? Oder waren sie gar nicht mehr so jung, sondern verlie\u00dfen vielmehr ganz freiwillig die Stadt, um sich anderswo, weit im Osten, eine bessere Zukunft aufzubauen? Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Doch tut dies der Legende, die sich bis heute h\u00f6chst lebendig h\u00e4lt, keinerlei Abbruch.\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.sieben-schloesser.de\">www.sieben-schloesser.de<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie war es wirklich? \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen der G\u00e4ste auf den\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10238,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,26],"tags":[],"class_list":["post-10235","post","type-post","status-publish","format-image","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-tourismus","post_format-post-format-image"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Sieben Schl\u00f6sser im Leine- und Weserbergland - Tuttosprint<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Sieben Schl\u00f6sser im Leine- und Weserbergland - Tuttosprint\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wie war es wirklich? \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen der G\u00e4ste auf den\u2026\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/de\/sieben-schloesser-im-leine-und-weserbergland\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Tuttosprint\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2019-08-13T15:38:42+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/tuttosprint.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/DSC6219_V01_jm.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"768\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"512\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Red. 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