BMW TRAUERT UM DEN GROSSEN ALEX ZANARDI

Red. TSP

02/05/2026

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Die BMW Group und BMW M Motorsport trauern um Alessandro Zanardi: Fahrer, Markenbotschafter und Symbol für Mut und Inspiration. Sein Vermächtnis bleibt –

München. Die BMW Group und BMW M Motorsport trauern um Alessandro Zanardi. Der Rennfahrer, langjährige Werkspilot und
Unternehmensbotschafter verstarb unerwartet am 1. Mai in Italien. Das teilte seine Familie mit.

„Alex“ Zanardi wurde 59 Jahre alt. Die BMW Group ist in diesen schweren Stunden in Gedanken bei seiner Frau Daniela, seinem Sohn Niccolò und allen Angehörigen und Freunden. „Alex“ war ein wundervoller Mensch, unerschütterlicher Optimist und eine Inspiration für viele Menschen weltweit. Das Unternehmen verliert einen faszinierenden Menschenfreund als Repräsentanten, BMW M Motorsport einen ehrgeizigen und erfolgreichen Sportler aus der Familie unserer Werksfahrer.

Franciscus van Meel, Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW M GmbH, sagte: „Alex Zanardi war einer der außergewöhnlichsten Menschen, denen ich je begegnen durfte. Sein Mut, seine Lebensfreude, seine positive Energie und seine Leidenschaft für den Motorsport haben uns alle bei BMW M tief beeindruckt und berührt. Alex war weit mehr als ein herausragender Sportler und Botschafter unserer Marke. Er war ein echter Teil unserer BMW M Motorsport Familie. Gemeinsam mit BMW M Motorsport hat Alex eine ganz besondere Geschichte geschrieben. Er hat gezeigt, was möglich ist, wenn Talent, Entschlossenheit, Vertrauen und technisches Know-how zusammenkommen. Seine Erfolge im Rennwagen waren beeindruckend, doch noch größer war die Wirkung, die er als Mensch hatte. Mit seiner unerschütterlichen Haltung und seinem Optimismus hat er Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. Wir verlieren einen wunderbaren Menschen, einen großen Kämpfer und einen Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Daniela, seinem Sohn Niccolò und seiner Familie. Wir werden Alex sehr vermissen und ihm bei BMW M immer einen besonderen Platz in unserer Geschichte und in unseren Herzen bewahren.“

Zanardi wurde am 23. Oktober 1966 in Bologna geboren. Nach seinem Engagement in der Formel 1 mit 41 Grand-Prix-Starts wechselte er in die USamerikanische CART-Serie und wurde 1997 und 1998 Champ Car-Meister. Bei einem dramatischen Renn-Unfall auf dem Lausitzring verlor er am 15. September 2001 beide Beine und musste mehrfach wiederbelebt werden. Doch Zanardi gab nie auf und feierte 2005 beidseitig beinamputiert als Werksfahrer für BMW Motorsport in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ein Comeback, das er am 29.August 2005 in Oschersleben mit einem Sieg krönte. Außerdem absolvierte er mehrere 24-Stunden-Rennen für BMW Motorsport, startete 2014 in der Blancpain Sprint Series und war Gaststarter in der DTM. Zanardi begann zudem neben dem Rennsport eine neue sportliche Karriere und zeigte einmal mehr, was mit Hingabe, Willensstärke und Ehrgeiz im Leben möglich ist. Auf dem Handbike holte er 2012 bei den Paralympics in London zwei Goldmedaillen. Vier Jahre später bei den Paralympics in Rio de Janeiro gewann er erneut zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille im Handbike. Darüber hinaus absolvierte er mehrere Langstrecken-Triathlons, darunter auch den legendären Ironman auf Hawaii. 2007 belegte er beim New York Marathon Platz vier. Mit seiner Stiftung „Bimbingamba“ unterstützte Zanardi Kinder und Jugendliche, die Opfer von Amputationen wurden und keine ausreichende Versorgung erhalten. Ihnen soll durch „Obiettivo 3“ auch der Weg in den Sport geebnet werden.

Nach einem erneuten schweren Unfall bei einem Wettkampf auf seinem Handbike am 19. Juni 2020 nahe Pienza wurde es ruhig um Alex Zanardi. Liebevoll von seiner Familie umsorgt, pendelte er zwischen Krankenhaus, Rehabilitation und seinem Zuhause in Padua. Alex Zanardi sagte einmal: „Viele mögen sich fragen: Warum macht er das, warum will er den Berg besteigen? Dann sage ich: Weil er in meinem Weg steht.“ Nun hat der Überlebenskünstler doch seine letzte Reise angetreten. Ciao, Alex!