Serie «Bretagne mit dem Renault Rafale» – Folge 2 von 4
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⟡ Text und Fotos: Daniel Huber
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Für die Weiterfahrt in die Bretagne entschieden wir uns für die nördliche Route und legten einen Halt in Giverny ein, um den berühmten Gärten von Claude Monets Landhaus einen Besuch abzustatten. Hier übten wir uns ein erstes Mal in Gelassenheit, um uns das Erlebnis der wunderschönen Gärten mit dem Seerosenteich nicht von den riesigen Touristenmassen vermiesen zu lassen.
Spannend ist im Übrigen der Bezahlmechanismus auf der Autobahn von Paris in die Normandie. Die A13 und die A14 sind seit 2024 sogenannte Free‑Flow‑Strecken: Es gibt keine Zahlstellen mehr, stattdessen erfassen Kameras an Portalen die Kontrollschilder. Die Maut muss innerhalb von 72 Stunden online bezahlt werden, sonst drohen happige Zuschläge. «Big Brother» macht es möglich: Jede Auf‑ und Abfahrt unseres Autos war exakt protokolliert, am Ende standen unter unserem Kennzeichen 24,60 Euro auf der Rechnung.
DIE CÔTE D’ÉMERAUDE MIT DEM RENAULT RAFALE
Die nächste Etappe führte uns nach Dinard, ein traditionsreiches Seebad an der Côte d’Émeraude, der Smaragdküste, direkt gegenüber von Saint‑Malo auf der anderen Seite der Rance‑Mündung. Im 19. Jahrhundert von wohlhabenden Briten und Amerikanern entdeckt, prägen bis heute prächtige Belle‑Époque‑Villen die Uferpromenade. Die britische Verbundenheit lebt im jährlichen Festival des britischen Films weiter, über das am Strand eine Statue von Alfred Hitchcock wacht. Und in die alte Korsarenstadt Saint‑Malo mit ihren mächtigen Stadtmauern ist es nur ein Katzensprung.
Anders als auf der Autobahn erwiesen sich die üppigen Dimensionen des 4,71 Meter Länge und 1,87 Meter Breite Rafale (mit Spiegeln sind es sogar 2,09 Meter) – in den engen und verwinkelten Gassen als weniger praktisch und für die schmucken 21‑Zoll‑Alufelgen eher riskant. Die Allradlenkung macht den Wagen zwar erstaunlich wendig, gegen seine Breite hilft aber auch sie nicht.
Natürlich durfte auch ein Abstecher zum gut 50 Kilometer entfernten Mont‑Saint‑Michel nicht fehlen, wo gerade Ebbe herrschte. Die Abtei auf dem Klosterberg ist nach dem Arc de Triomphe das meistbesuchte Nationaldenkmal Frankreichs, 2025 wurden über 1,6 Millionen Eintritte gezählt. Den Eiffelturm, der nicht zu diesen Nationaldenkmälern zählt und jährlich rund sechs Millionen Besucher anzieht, überflügelt er allerdings nicht. Der Zugang zum Ort selbst ist gratis, und auch die Shuttlebusse zum Berg sind kostenlos. Dafür ist die Gebühr für den obligatorischen Grossparkplatz auf dem Festland mit rund 20 Euro in der Hochsaison eher üppig.
Red. TSP
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