Montreux Grand Prix – Leidenschaft für Alfa Romeo

Alfa Romeo GP Tipo B 1932 hp

Vom 13. bis 16. September 2018 begeistert es in Anlehnung an den historischen Wettbewerb von 1934 und die Waadtländer Riviera jedes Mal aufs Neue

 

FCA Heritage, die Organisation, die sich der Präsentation und Förderung des historischen Erbes des Unternehmens widmet, kehrt auf eine Strecke zurück, die Teil der erfolgreichen Geschichte der Marke ist: Hier triumphierte Trossi 1934 am Steuer des Alfa Romeo GP Typ B, bekannt als „P3“. Das Auto wird in Montreux zusammen mit der Alfa Romeo Giulietta SZ ausgestellt und nimmt aktiv am Rennen teil. Beide Fahrzeuge sind exklusive Stücke des Historischen Museum von Arese.

Mit dem Grand Prix von Montreux findet das viel beachtete Rennen endlich wieder statt. Vom 13. bis 16. September begeistert es in Anlehnung an den historischen Wettbewerb von 1934 und die Waadtländer Riviera jedes Mal aufs Neue. Vom Place du Marché bis auf die höchsten Höhenzüge von Caux führt die spektakuläre Route entlang des Ufers am Genfersee. Der Grand Prix von Montreux ist heute wie damals ein Ereignis – und ein echtes Muss für Liebhaber des transalpinen Motorsports.
Auch die Auflage 2018 wird wieder ein Stelldichein berühmter Fahrer vergangener Tage und ein Hoch auf das Rennen, das Graf Carlo Felice Trossi vor 84 Jahren in einem „P3“ gewonnen hat. FCA Heritage präsentiert nebst jüngeren Modellen ruhmreiche historische Rennsportwagen von Alfa Romeo. Mit von der Partie sind die Giulia und der Stelvio in den leistungsstarken Quadrifoglio-Versionen sowie zwei 4C der Sonderreihen Coupé „Competizione“ und Spider„Italia“. Die Version Coupé ist besonders durch die Welt des Rennsports inspiriert. Der Charakter des leistungsstarken Spiders hingegen ist von eleganterer, raffinierterer Natur. Zudem ist der historische 1932er Alfa Romeo GP Typ B P3 sowie der 1932er Alfa Romeo Giuliet ta SZ mit abgeschnittenem Heck vor Ort zu bestaunen.

Alfa Romeo GP Typ B (1932)
Der extravagante Alfa Romeo GP Typ A war seinerzeit lediglich eine „Notlösung“, um keinem anderen das Feld zu überlassen. Das grosse Projekt, an dem Vittorio Jano zu Beginn der 30er Jahre arbeitete, prägte die Geschichte von Alfa Romeo für alle Zeiten: der Gran Premio Typ B. Das Fahrwerk mit seinen Längs- und Querträgern aus Stahl basiert auf dem Typ A – die mechanischen Baugruppen sind jedoch vollkommen neu und beinhaltet einen Achtzylinder-Reihenmotor. Mit einem Hubraum von 2.654 cm³ bringt der Oldtimer bei einer Höchstgeschwindigkeit von 232 km/h stolze 215 PS auf die Strasse. Auch das Getriebekonzept ist speziell. Denn das Differenzial sitzt unmittelbar am Getriebeausgang. Von dort überträgt dieses die Bewegung über zwei lange, V-förmig angeordnete Halbachsen mit Kegelrädern auf die Wagenräder. Mit dieser Lösung gelang es Jano, den Schwerpunkt des Fahrzeugs zu senken. Wie es die Tradition verlangt, debütierte der Bolide beim GP von Italien 1932 und verhalf dem italienischen Rennfahrer Tazio Nuvolari zum Sieg. Weitere Erfolge errang das Fahrzeug beim französischen GP, dem deutschen „Triple“-GP sowie beim Coppa Ciano, Coppa Acerbo, Circuito Principe di Piemonte und in Monza. 1935 zog sich Alfa Romeo aus dem Wettbewerb zurück und begründete die Entscheidung offiziell mit der „erwiesenen Unübertrefflichkeit“ seines Typ B. Das Fahrzeugmanagement wurde an die Scuderia Ferrari abgegeben. Mit der Rückkehr von Mercedes und Auto Union verstärkte sich die Konkurrenz. Damit wurde es Zeit, den Typ B zu modernisieren. Der Alfa Romeo erhielt eine breitere Karosserie, ein robusteres Chassis sowie einen leistungsstärkeren Motor. Dieser überzeugte mit einem Hubraum von neu 2.905 cm3 mit 255 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 262 km/h. Für den GP von Avus wurde zudem eine spezielle, aerodynamische Karosserie entwickelt– entworfen von Ingenieur Cesare Pallavicino, getestet auf der Autobahn Mailand-Laghi und schliesslich von Guy Moll zum Sieg gefahren. Den Rekord mit einem Typ B erreichte Tazio Nuvolari, der 1935 beim deutschen GP auf dem Nürburgring einen schier unglaublichen Sieg einfuhr.

Alfa Romeo Giulietta SZ „Kamm tail“ (1960)
Der Sprint Zagato Juliet, der gefeierte „SZ“, geht nicht etwa auf einen regulären Auftrag von Alfa Romeo an den Mailänder Karosseriebauer zurück Der Ursprung des beliebten Oldtimers geht zurück auf das Autorennen Mille Miglia von 1956: Der Giulietta Sprint Veloce des Gentleman-Fahrers Leto di Priolo wurde beim Rennen beschädigt. Bei der Reparatur wollte der Fahrer das Auto gleichzeitig leichter machen. So kam es, dass der italienische Karrosseriegestalter Zagato Chassis-Bleche entfernte und das Fahrgestell stattdessen mit einer leichten Stahlrohrkonstruktion versah und kombinierte diese mit einer Karosserie aus Aluminium. Der SVZ, wie das Ergebnis getauft wurde, überzeugte als sich stimmiger, aerodynamischer Rennwagen. Im Vergleich zum Alfa Romeo Sprint Veloce wog das Fahrzeug zudem ganze 145 kg weniger. Im Rennen liessen die Ergebnisse nicht lange auf sich warten und die Aufträge für Zagato vervielfachten sich. Innerhalb weniger Monate gaben Dutzende von Rennpiloten Modelle nach Mass in Auftrag – eines aerodynamischer als das andere. Gleichzeitig machte ein 1300er Doppelwellenmotor, den Rennwagen zunehmend leistungsfähiger. Damit wurde auch Alfa Romeo auf die Qualität des Designs von Zagatos aufmerksam und legte schliesslich eine limitierte, serienmässige Produktion auf. So begann der Mailänder Karosseriebauer nach dem Erfolg seiner privaten Arbeiten 1959 offiziell mit der Produktion seines Sprint Zagato. Die Karosserie war extrem profiliert und das Gewicht betrug knapp über 850 kg. Die Giulietta SZ, die am Grand Prix von Montreux teilnimmt, ist ein Modell der zweiten Serie aus dem Jahr 1960. Dieses zeichnet sich durch ein verkürztes Heck (das sogenannte Kamm-Heck) aus, das dank aussergewöhnlicher aerodynamischer Effizienz zu einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h beiträgt. Unter der Motorhaube befindet sich ein 4-ZylinderReihenmotor mit 1.290 cm³ und einer Leistung von 100 PS. Zudem verfügt das Modell über Scheibenbremsen vorne und eine konische Frontpartie.

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