ANTONELLI GEWINNT IN MONTREAL – HAMILTON UND VERSTAPPEN AUF DEM PODIUM –



Kimi Antonelli hat den Grossen Preis von Kanada gewonnen. Der 19‑jährige Italiener lieferte sich ein intensives Duell mit seinem Mercedes‑Teamkollegen George Russell, der das Rennen später aufgrund eines technischen Defekts aufgeben musste. Hinter Antonelli kehrten zwei Weltmeister auf das Podium zurück: Lewis Hamilton als Zweiter und Max Verstappen auf Rang drei.
Der Start bot eine ungewöhnliche Mischung an Reifenstrategien. Der noch leicht feuchte Asphalt verleitete mehrere Teams – darunter McLaren, Audi, Cadillac sowie Williams‑Pilot Carlos Sainz – dazu, auf Intermediates zu setzen. Mit der schnellen Abtrocknung der Strecke wechselten jedoch alle Fahrer innerhalb der ersten drei Runden auf Slicks. Pierre Gasly, Franco Colapinto und Liam Lawson (sowie Arvin Lindblad, der nicht starten konnte) entschieden sich bereits in der Startaufstellung für die Medium‑Mischung, während der Großteil des Feldes auf Soft losfuhr.
Für die meisten Piloten erwies sich eine Ein-Stop-Strategie als optimal. Die ersten vier im Ziel nutzten eine Virtual Safety-Car‑Phase in Runde 31, um von der C5 auf die C4 zu wechseln. Auch Alpine setzte auf eine interessante Herangehensweise: Beide Fahrer starteten auf Medium und wechselten anschließend auf Hard – ein Plan, der ihnen die Plätze sechs und acht einbrachte. Alle für das Wochenende nominierten Mischungen erwiesen sich somit als valide Optionen auf dem Circuit Gilles Villeneuve.
Mit diesem Sieg baut Antonelli seine WM‑Führung weiter aus
Er steht nun bei 131 Punkten und liegt 43 Zähler vor George Russell. Charles Leclerc folgt mit 56 Punkten Rückstand. In zwei Wochen geht es weiter mit dem Großen Preis von Monaco.
DARIO MARRAFUSCHI – PIRELLI MOTORSPORT DIREKTOR„Es hat während des Kanadas‑GP nicht geregnet, dennoch spielte die Feuchtigkeit beim Start eine gewisse Rolle. Die Entscheidung von vier Teams – darunter McLaren – auf Intermediates zu setzen, war ein Risiko, das sich nicht auszahlte. Bereits beim Erlöschen der Ampeln war klar, dass das Rennen im Trockenen stattfinden würde. Die niedrigen Temperaturen führten dazu, dass die übrigen Teams auf die weichste Mischung setzten. Die C5 bot dank ihres höheren Gripniveaus einen Vorteil beim Erreichen des Arbeitsfensters, trotz der zusätzlichen zwei Formationsrunden. Wie bereits gestern erwähnt, war die C5 der Joker dieses Sonntags: konstant, zuverlässig und in der Lage, bis zur ersten Neutralisation durchzuhalten. Die theoretisch schnellste Strategie bestätigte sich ebenfalls – das zeigen die Positionen der beiden Alpine‑Piloten, die auf Medium starteten und mit Hard in die Punkte fuhren. Trotz der Kälte war das Graining minimal und beeinflusste die Performance kaum. Die Fahrer konnten sich voll auf ihre Zweikämpfe konzentrieren, was uns erneut einen spannenden Grand Prix beschert hat. Die heutige schnellste Runde von Kimi Antonelli lag weniger als ein Zehntel über der Bestzeit aus dem Vorjahr, gefahren von Russell – ein Zeichen dafür, dass die Entwicklungsarbeit der Teams in die richtige Richtung geht.“


Red. TSP
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