PODIUM DER CHAMPIONS: VERSTAPPEN SIEGT IN MEXIKO, KIMI HOLT DEN TITEL
Kimi Antonelli krönt sich beim Grossen Preis von Mexiko-Stadt zum Formel-1-Weltmeister und steht als Dritter auf dem Podium eines Rennens, das von Max Verstappen gewonnen wurde. Dem Red-Bull-Piloten gelang es, Lewis Hamilton auf Rang zwei zu halten.
Für den Italiener ist dies ein historisches Ergebnis, denn mit gerade einmal 20 Jahren wird er zum jüngsten Weltmeister in der Geschichte der Formel 1. Bis heute hielt diesen Rekord der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel, der seinen ersten Titel im Alter von 23 Jahren gewann.
Auf dem Podium vor der Arena der nach den Brüdern Rodríguez benannten Rennstrecke standen ausschliesslich Weltmeister: Verstappen kann vier Titel vorweisen, Hamilton deren sieben und Antonelli hat nun den ersten seiner Karriere hinzugefügt.
Verstappen gewann den Grand Prix mit einer Zwei-Stopp-Strategie. Der Niederländer startete auf den Medium-Reifen und wechselte in Runde 27 auf Soft. Nach 18 Umläufen auf dem C5 wurde das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen. Verstappen nutzte die Gelegenheit für einen weiteren Satz Soft-Reifen und konnte den Angriff von Hamilton bis ins Ziel erfolgreich abwehren.
Lewis Hamilton war dagegen auf Soft gestartet und wechselte anschliessend auf Medium. Während der Safety-Car-Phase vor der Roten Flagge montierte er einen weiteren Satz Soft-Reifen. Beim Neustart entschied sich Hamilton erneut für Soft und nutzte dabei einen bereits verwendeten Reifensatz. Der Ferrari-Pilot erzielte sowohl auf der roten als auch auf der gelben Mischung die schnellste Rennrunde.
Antonelli wiederum ging auf Soft ins Rennen und wartete bis zur 43. Runde, ehe er auf Medium wechselte. Auch der Italiener nutzte die Rote Flagge für die Montage eines weiteren gebrauchten Soft-Satzes. Eine Strategie, die ihm den dritten Platz und vor allem den Weltmeistertitel einbrachte.
Kimi Antonelli ist erst der dritte italienische Fahrer in der Geschichte der Formel 1, der den Weltmeistertitel gewonnen hat. Auch seine beiden Vorgänger erreichten diesen Meilenstein ausschliesslich mit Pirelli-Reifen. Giuseppe „Nino“ Farina, Weltmeister in der Premieren-Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft 1950, bestritt sechs Rennen auf Pirelli-Reifen. Alberto Ascari gewann 1953 seinen zweiten Weltmeistertitel in Folge und siegte in allen acht Grands Prix, an denen er in jener Saison mit Pirelli-Reifen teilnahm.



DARIO MARRAFUSCHI – MOTORSPORT DIREKTOR VON PIRELLI
„Herzlichen Glückwunsch an Kimi Antonelli zum Gewinn der Weltmeisterschaft. Es ist ein vollkommen verdienter Erfolg, der auf seiner konstant hohen Leistungsfähigkeit während der gesamten Saison basiert und heute mit einer weiteren starken Vorstellung gekrönt wurde, die in einem Podiumsplatz in einem ereignisreichen Rennen an der Seite zweier Weltmeister mündete. Ohne die Neutralisierungen wäre eine Einstopp-Strategie die konkurrenzfähigste Lösung für diesen Grand Prix gewesen. Sowohl die Soft- als auch die Medium-Mischung haben gezeigt, dass sie rund die Hälfte der Renndistanz abdecken können, wodurch das Rennen mit nur einem Reifenwechsel hätte absolviert werden können. Der C5 bestätigte erneut seine Rolle als Referenzmischung in Bezug auf Grip und Vertrauen für die Fahrer, wobei die Unterschiede zum C4 sehr gering ausfielen. Letzterer zeigte ein nahezu identisches Verschleissverhalten. Deshalb überrascht es nicht, dass sich alle Fahrer nach der Safety-Car-Phase für den letzten Stint für Soft entschieden, obwohl ihnen auch die Hard-Mischung zur Verfügung stand. Aus technischer Sicht war das Verhalten der Reifen sehr positiv. Wir haben keine nennenswerten Graining-Erscheinungen festgestellt, und der Verschleiss blieb innerhalb der erwarteten Werte und fiel geringer aus als noch am Freitag beobachtet. Ein Verbremser von Leclerc beim Neustart nach der Roten Flagge lieferte zudem einen weiteren Beweis für die konstruktive Robustheit der Formel-1-Reifen. Das Rutschen des Reifens über den Asphalt führte zu einem besonders starken, lokal begrenzten Abrieb am linken Vorderreifen und reichte bis sehr nahe an die inneren strukturellen Schichten heran. Dabei handelt es sich zwar um eine aussergewöhnliche Situation, sie wird jedoch regelmässig in den Entwicklungs- und Validierungsprozessen von Pirelli berücksichtigt, unter anderem durch anspruchsvolle Indoor-Testprogramme. Das Ziel besteht darin, sicherzustellen, dass der Reifen auch unter extremen Bedingungen ein angemessenes Mass an Integrität bewahrt und den Fahrern ermöglicht, ihre Rennen unter vollständiger Sicherheit fortzusetzen. Besonders interessant war zudem die Leistung des Soft-Reifens, was der lange Stint von Antonelli eindrucksvoll zeigte. Er absolvierte 43 Runden mit sehr geringem Verschleiss und konnte bis in die Schlussphase des Rennens ein konkurrenzfähiges Tempo halten. Der C3 wurde von den Teams hingegen nicht in Betracht gezogen, da er unter Rennbedingungen keine Leistungs-vorteile gegenüber den beiden weicheren Mischungen bot. Insgesamt bestätigen die gesammelten Daten ein sehr klares Bild, das sowohl hinsichtlich des Verschleisses als auch der Wettbewerbsfähigkeit der verschiedenen Strategien vollständig mit den vor dem Event durchgeführten Simulationen übereinstimmt.“


Red. TSP
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