F1 MONZA 2026 – ANTONELLI GEWINNT MIT BEEINDRUCKENDER AUFHOLJAGD UND PIRELLI‑STRATEGIE
Kimi Antonelli hat den Formula 1 Pirelli Grossen Preis von Italien gewonnen – dank einer spektakulären Aufholjagd, nachdem er aufgrund einer Strafe von Startplatz neunzehn ins Rennen gegangen war. Der Mercedes‑Pilot setzte sich vor seinem Teamkollegen George Russell und Max Verstappen durch. Gemeinsam mit Simone Resta vom Team aus Stuttgart hoben sie die FRAGILE‑Trophäe auf dem Podium von Monza.
Eine rote Flagge nach der dritten Runde ermöglichte allen Fahrern einen Reifenwechsel. Antonelli, der mit der Hard gestartet war, wechselte in der Unterbrechung auf die Medium. Russell tat das Gegenteil und beendete das Rennen mit dem zu diesem Zeitpunkt montierten C3‑Satz. Antonelli nutzte die Virtual Safety Car in Runde 29, um einen neuen Medium‑Satz aufzuziehen – ein entscheidender Schritt für seinen Sieg. Verstappen, der mit der Soft gestartet war, wechselte während derselben Neutralisierung auf die Hard.
Die Bedingungen waren besonders heiss: rund 34 °C Lufttemperatur und über 50 °C auf dem Asphalt. Alle drei Mischungen kamen zum Einsatz.
- Bottas und Pérez: 24 Runden mit einem Soft‑Satz
- Tsunoda, Hamilton, Bortoleto: 50 Runden mit einem Medium‑Satz
- Sieben Fahrer: gleiche Distanz mit einem Hard‑Satz
Mit dem Sieg in Monza baut Antonelli seine Führung in der Fahrerwertung auf 267 Punkte aus, vor Russell mit 201 Punkten.



DARIO MARRAFUSCHI – MOTORSPORT-DIREKTOR PIRELLI
«Wir erwarteten ein Rennen, in dem alle drei Mischungen gültige strategische Optionen darstellen würden, und genauso ist es gekommen. Die Teams konnten unterschiedliche Ansätze verfolgen, sodass sich die Startaufstellung mit einem besonders abwechslungsreichen Bild präsentierte. Wir sahen Fahrer, die mit jeder der verfügbaren Mischungen starteten, und verschiedene Strategien, die sich im Laufe des Rennens entwickelten. Wer schnell auf die Hard oder die Medium wechselte, konnte dank eines ausserordentlich geringen Abbaus einen grossen Teil der Renndistanz problemlos absolvieren. Die gesammelten Daten bestätigten, was wir in den vergangenen Tagen beobachtet hatten. Auch in den kämpferischsten Phasen, mit zahlreichen Überholmanövern und einigen Blockierern, traten keine nennenswerten Probleme hinsichtlich des Verschleisses auf. Wir beobachteten einige Episoden von Graining, mit unterschiedlichen Verhaltensweisen je nach Team – ein Zeichen dafür, wie stark das Phänomen von den Eigenschaften der einzelnen Fahrzeuge und der Stint Verwaltung beeinflusst wurde. Die Virtual Safety Car begrenzte unvermeidlich die Möglichkeit, weitere Informationen über die C5 in den Long Runs zu sammeln, doch die von den Fahrern verwendeten Soft Sätze mit längeren Stints zeigten einen geringen Abbau im Einklang mit den Erwartungen. Die Hinterachse profitierte eindeutig von den langen Geraden, die für Monza typisch sind und dazu beitrugen, die Überhitzung der Reifen in den Traktionsphasen trotz der hohen Asphalttemperaturen zu begrenzen. Insgesamt zeigte sich das Verhalten der gesamten Palette sehr positiv, ermöglichte den Fahrern, das ganze Rennen über zu pushen, und förderte enge Zweikämpfe und zahlreiche Überholmanöver. Wir erlebten ein actionreiches Rennen mit unterschiedlichen Strategien – genau das Szenario, zu dessen Entstehung wir beitragen wollen. Glückwunsch an Kimi Antonelli, der von der vorletzten Startposition aus eine aussergewöhnliche Aufholjagd hinlegte, 26 Überholmanöver vollendete und die Virtual Safety Car nutzte, um einen neuen Medium Satz aufzuziehen, mit dem er seinen Teamkollegen vor der Zielflagge einholte und überholte. Sein Erfolg bringt erstmals seit sechzig Jahren wieder einen italienischen Fahrer auf das oberste Podium von Monza.»


Red. TSP
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