MOTOGP SACHSENRING 2026: MOTO2 UND MOTO3 AUS SICHT DER REIFEN

Red. TSP

12/07/2026

Brian Uriarte KTM Sachsenring 2026 winner Moto3

Brian Uriarte KTM Sachsenring 2026 winner Moto3 - (Credit: Pirelli)

Duellen, Tempo und neue Rekorde: Ortolá und Uriarte glänzen am Sachsenring

Der Deutschland‑Grand‑Prix 2026 bot zwei extrem schnelle Rennen in Moto2™ und Moto3™, geprägt von neuen Rundenrekorden durch Daniel Holgado und Máximo Quiles. Ein Sonntag, der das hohe Leistungsniveau beider Klassen bestätigte – auch dank der gewählten Pirelli‑Lösungen.

Moto2™ – Ortolá siegt von der Pole, Holgado setzt Rekordrunde

Iván Ortolá (Kalex) holte seinen zweiten Saisonsieg und führte das Rennen über alle 25 Runden souverän an. Dahinter sorgte Daniel Holgado (Kalex) für ein Highlight: Mit 1’22.248 stellte er einen neuen Rundenrekord auf, mehr als eine Sekunde schneller als Moreiras Referenz aus 2025 und sogar unter dem Streckenrekord von Vietti aus dem Vorjahr.

Dritter wurde Izan Guevara (Boscoscuro).

Alle Fahrer setzten vorne auf die Soft SC1. Hinten wählten rund zwei Drittel die neue F0468, während ein Drittel – darunter das gesamte Podium – die D0922 bevorzugte.

Moto3™ – Uriarte gewinnt, Quiles setzt Rekord

In Moto3™ entschieden sich fast alle Fahrer für die Medium SC2 vorne und hinten. Nur Ríos, Kelso und Carraro montierten vorne eine Soft SC1.

Brian Uriarte (KTM) feierte seinen zweiten Saisonsieg nach einem intensiven Zweikampf mit Tabellenführer Máximo Quiles (KTM), der mit nur 63 Tausendstel Rückstand Zweiter wurde. Matteo Bertelle komplettierte ein KTM‑Podium.

Quiles setzte zudem eine neue Rekordrunde in 1’25.227, fast zweieinhalb Zehntel schneller als Ortolás Marke aus 2024.

Deutliche Verbesserungen der Gesamtrennzeiten

In Moto2™ war das Rennen – verglichen mit 2024 – bei gleicher Distanz rund 7 Sekunden schneller.

In Moto3™ wurden die 23 Runden in 33’02.694 absolviert, über 24 Sekunden schneller als 2025, mit einem durchschnittlichen Fortschritt von mehr als einer Sekunde pro Runde.

OFFENSICHTLICHE VERBESSERUNGEN IN BEIDEN KLASSEN IM VERGLEICH ZU DEN VERGANGENEN AUSGABEN

GIORGIO BARBIER DIRETTORE PIRELLI RACING MOTO

„Die heutigen Rennen bestätigten, was sich bereits an den ersten beiden Tagen auf dem Sachsenring abgezeichnet hatte. In der Moto2™ erwiesen sich beide Hinterreifen‑Entwicklungen in Medium‑Mischung als konkurrenzfähig, während in der Moto3™ die SC2 sowohl vorne als auch hinten die Referenzlösung blieb. In der Moto2™ wurde die Wahl des Hinterreifens hauptsächlich von den Vorlieben der einzelnen Fahrer bestimmt, da die verfügbaren Lösungen ein sehr ähnliches Leistungsniveau boten. Diejenigen, die sich für die D0922 entschieden – darunter die drei Podiumsfahrer – vertrauten auf eine bereits bekannte und bewährte Lösung. Beide Spezifikationen zeigten sehr positive und weitgehend vergleichbare Leistungen, sodass das Endergebnis vor allem von der Interpretation und Performance der Fahrer abhing. Besonders bemerkenswert ist das Leistungsniveau beider Klassen. In der Moto3™ war das Rennen deutlich schneller als 2025, während in der Moto2™ der Vergleich mit 2024 sinnvoller ist, da das Vorjahresrennen kürzer war. Auch hier war die Verbesserung klar sichtbar. Schliesslich wurden in beiden Klassen neue Rundenrekorde erzielt, wobei Holgado in der Moto2™ eine Verbesserung von mehr als einer Sekunde gegenüber dem bisherigen Referenzwert erreichte.“

pneus moto2 moto3 - credit Pirelli
pneus moto2 moto3 – credit Pirelli
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