SBB – GROSSAUSBAU DER STRECKE ZÜRICH–WINTERTHUR STARTET

Redaktion

18/03/2026

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Un treno Giruno esce dalla stazione centrale di Zurigo -

MEHRSPUR ZÜRICH–WINTERTHUR: BAUARBEITEN FÜR 3,3‑MILLIARDEN‑PROJEKT STARTEN –

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Karte MehrSpur – «© SBB CFF FFS»

Baustart für das Projekt MehrSpur: vier durchgehende Gleise, modernisierte Bahnhöfe und der neue Brüttenertunnel. Investitionen von 3,3 Milliarden Franken sollen Kapazität und Taktangebot auf einer der meistbefahrenen Strecken der Schweiz deutlich erhöhen –

Die SBB startet die ersten Arbeiten für das Grossprojekt MehrSpur Zürich–Winterthur, nachdem im Januar 2026 die Baubewilligung erteilt wurde. Die stark belastete Strecke zwischen Zürich und Winterthur wird durchgehend auf vier Gleise ausgebaut. Ziel ist mehr Kapazität im Fernverkehr und der Viertelstundentakt als Standard im Kernnetz der Zürcher S‑Bahn.

Zentrale Elemente des Projekts

Brüttenertunnel: 9 km, zwei einspurige Röhren.

Vortrieb ab 2029, Inbetriebnahme 2037.

Bahnhof Wallisellen: Breitere Perrons, neue Zugänge, neue 580‑m‑Brücke westlich des Bahnhofs.

Brücke: 2026–2031; Bahnhof: 2028–2032.

Bahnhof Dietlikon: Viertes Gleis, neue Passerelle mit Liften, neues Bahnhofsgebäude.

2027–2032. 

Unterführung Bahnhofstrasse wird tiefer neu gebaut.

2028–2031.

Bahnhof Bassersdorf: Neue Unterführungen, stufenfreie Zugänge.

2027–2030.

Bahnhof Winterthur Töss: Neue Unterführung, stufenfreie Zugänge.

2027–2028. 

Neue 800‑m‑Brücke im Gebiet Neumühle.

2027–2034.

Zusätzlich erfolgen zahlreiche Anpassungen an Gleisen, Technik und Infrastruktur entlang der gesamten Strecke.

Bauablauf und Auswirkungen

Ab sofort beginnen Vorarbeiten wie Installationsflächen und technische Vorbereitung. Der offizielle Spatenstich erfolgt Sommer 2026.

Die Hauptarbeiten dauern voraussichtlich bis 2037, danach werden die Installationen zurückgebaut.

Da in einem der meistbefahrenen Korridore der Schweiz gebaut wird, sind Nachtarbeiten, Lärm, Staub und Erschütterungen teilweise unvermeidlich. Die SBB informiert regelmässig und versucht, Belastungen für Anwohnende zu minimieren.

Ab dem Fahrplanwechsel Dezember 2026 kommt es zu ersten Änderungen bei einzelnen S‑Bahn‑Linien. Weitere Anpassungen folgen im Verlauf der Bauzeit.

Finanzierung

Die Gesamtkosten betragen rund 3,3 Milliarden Franken (±10 %). Finanziert wird das Projekt über den Bahninfrastrukturfonds (BIF) von Bund und Kantonen.