Der Verband Kleinwind Schweiz stellt sich klar gegen die vom Bundesrat vorgeschlagene Wiederzulassung neuer Atomkraftwerke. Neue AKW würden Jahrzehnte dauern, Milliarden verschlingen und die Schweiz erneut von ausländischer Reaktortechnologie und importiertem Uran abhängig machen. «Wer Versorgungssicherheit will, muss jetzt handeln – nicht in 30 Jahren», betont der Vorstand.
Statt Geld und politische Energie in Grossprojekte zu stecken, fordert der Verband einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien und vereinfachte Bewilligungsverfahren für Kleinwindanlagen bis 30 Meter Höhe. Moderne Anlagen können innert weniger Tage erstellt werden und liefern gerade im Winter wertvollen Strom – direkt bei Bauernhöfen, Gewerbebetrieben, Industriefirmen oder Energiegenossenschaften.
Im Gegensatz zu zentralen Grosskraftwerken versorgen Kleinwindanlagen ihre Umgebung unmittelbar mit erneuerbarer Energie, entlasten das Netz und stärken lokale Elektrizitätsgemeinschaften. Entlang bestehender Infrastrukturen warten tausende geeignete Standorte darauf, genutzt zu werden – ohne zusätzliche Umweltbelastung.
Für den Verband liegt die Zukunft der Schweizer Stromversorgung in einer intelligenten Kombination aus Solar-, Wasser- und Windenergie. Kleinwindanlagen ergänzen die Photovoltaik ideal, weil sie besonders in den sonnenarmen Wintermonaten Strom liefern – sauber, regional und ohne neue geopolitische Abhängigkeiten.
Red. TSP
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