MOTOGP UNGARN 2026 – MOTO2 UND MOTO3 AUS REIFENSICHT

Red. TSP

08/06/2026

Manuel Gonzalez (Kalex) Hungarian GP Moto2 2026

Manuel Gonzalez (Kalex) Hungarian GP Moto2 2026 - (Credit: Pirelli)

GONZALEZ UND QUILES GEWINNEN DIE SCHNELLEN UND HEISSEN UNGARN‑RENNEN – MOTO2™ ACHT SEKUNDEN SCHNELLER ALS 2025 MIT NEUEM RUNDENREKORD – MOTO3™‑RENNTEMPO UM DREI ZEHNTEL PRO RUNDE VERBESSERT –

Der Grosse Preis von Ungarn 2026 (07. Juni 2026) brachte zwei extrem schnelle Rennen und bestätigte die starke Form der Spitzenfahrer in Moto2™ und Moto3™. Manuel Gonzalez (Kalex) feierte seinen dritten Saisonsieg und baute damit seine WM‑Führung aus. Der Spanier setzte sich von Startplatz vier durch und gewann vor Filip Salač und Senna Agius – ein komplettes Kalex‑Podium. Gonzalez fuhr zudem einen neuen Moto2™‑Rundenrekord in 1’40,893 im 17. Umlauf. Alle Fahrer nutzten Pirelli‑Serienreifen: vorne Soft SC1, hinten Supersoft SCX.

In der Moto3™ holte sich Máximo Quiles (KTM) seinen fünften Saisonsieg. Er gewann von Startplatz zwei in einem Rennen, das in der letzten Runde mit roter Flagge abgebrochen wurde. Dahinter komplettierten KTM‑Fahrer David Almansa und Álvaro Carpe das Podium – letzterer nach einer beeindruckenden Aufholjagd von Startplatz 18.

Bei den Reifenentscheidungen setzte die Mehrheit der Moto3™‑Fahrer (20 von 26) hinten auf die Medium‑Mischung SC2. Vorne wählten 11 Fahrer die Soft SC1, 15 die Medium SC2. Sowohl der Sieger Quiles als auch Carpe nutzten SC2 vorne und hinten, während Almansa mit der Soft SC1 am Vorderrad den schnellsten Rennumlauf in 1’45,836 fuhr.

Trotz der hohen Temperaturen waren beide Rennen aussergewöhnlich schnell. Die Moto2™ wurde bei 52 °C Asphalttemperatur in 37’10,278 beendet – acht Sekunden schneller als 2025 bei gleicher Rundenzahl. Die Moto3™ wurde zwar vorzeitig gestoppt, zeigte aber dennoch ein um rund drei Zehntel schnelleres Renntempo pro Runde. Beide Rennen fanden bei rund zehn Grad höheren Asphalttemperaturen statt als im Vorjahr.

Serienreifen wirksam unter variablen Bedingungen

GIORGIO BARBIER DIRETTORE PIRELLI RACING MOTO

„Während des Grossen Preises von Ungarn hatten wir es mit besonders heterogenen Bedingungen zu tun: ein Freitag mit noch wenig gummierter Strecke und moderaten Temperaturen, ein Samstag mit deutlicher Streckenentwicklung und milderem Klima, bis hin zu einem ausgesprochen heißen Sonntag, an dem die Asphalttemperaturen im Moto2™‑Rennen über 50 °C lagen und den natürlichen Grip des Kurses beeinflussten. In diesem Kontext haben die eingesetzten Reifen – allesamt Serienprodukte, die von jedem Motorradfahrer regulär erworben werden können – eine hohe Anpassungsfähigkeit gezeigt, dank des breiten Einsatzfensters unserer Mischungen. In der Moto2™ wurde der hintere Supersoft SCX bei Asphalttemperaturen zwischen 28 °C und 52 °C verwendet und bestätigte sich als äußerst vielseitige Lösung: Bei kühleren Bedingungen ermöglichte er den neuen Streckenrekord, während er im Rennen bei hohen Temperaturen den neuen Rundenrekord sowie eine Verbesserung der Gesamtzeit um acht Sekunden begünstigte. In der Moto3™ erwiesen sich alle Mischungen der Allocation als gültige Optionen, was sich auch in der Zusammensetzung des Podiums widerspiegelte. Insgesamt sind wir mit der Performance unserer Reifen bei diesem Event sehr zufrieden und blicken nun auf das kommende Wochenende in Brünn, wo am Montag nach dem Rennen ein privater Test mit Herstellern und MotoGP™‑Fahrern geplant ist, der der Entwicklung der Reifen dient, die ab 2027 eingeführt werden sollen.“

Pirelli Tires in Moto2 and Moto3
(Credit: Pirelli)