Mit dem Pirelli Spanish Round in Jerez de la Frontera endet eine Partnerschaft, die 2004 begann. Mehr als eine Million Rennkilometer und zahlreiche Innovationen, die von der Rennstrecke auf Serienmotorräder übertragen wurden, prägten ein bedeutendes Kapitel der Superbike-Geschichte.
Mit der letzten Runde der Superbike-Weltmeisterschaft in Jerez de la Frontera hat Pirelli seine Tätigkeit als Einheitsreifenlieferant der WorldSBK beendet. Diese Rolle hatte das italienische Unternehmen ohne Unterbrechung von 2004 bis 2026 inne.
Während 23 Saisons begleitete Pirelli die technische Entwicklung der Meisterschaft und machte die Serie zu einem wichtigen Entwicklungszentrum für Reifen, die sowohl im Rennsport als auch auf der Strasse eingesetzt werden. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Verband, Herstellern und Teams.
Von der Rennstrecke auf die Strasse
Die Strategie von Pirelli bestand stets darin, die WorldSBK als Plattform für Forschung und Entwicklung zu nutzen und neue Technologien, Dimensionen und Mischungen direkt auf Produkte für Motorradfahrer zu übertragen.
Zu den wichtigsten Innovationen zählen die Einführung des DIABLO Superbike im Jahr 2005, des DIABLO Supercorsa sowie der Mischungen SC0, SCX und SCQ. Hinzu kam der Wechsel auf 17-Zoll-Räder, der die Verbindung zwischen Rennsport und Serienmotorrädern weiter stärkte.
Eine Geschichte, die 1989 begann
Das erste Kapitel der Pirelli-Geschichte in der Superbike-Weltmeisterschaft begann 1989, als Fred Merkel mit der Honda RC30 des Team Rumi am Hungaroring die Pole-Position sowie beide Rennen gewann.
Nach einer Pause in den 1990er-Jahren kehrte Pirelli 2004 als Einheitsreifenlieferant zurück und prägte damit ein Konzept, das später auch von anderen internationalen Motorsportserien übernommen wurde.
Rekorde bis zur letzten Saison
Auch 2026 wurde die Entwicklungsarbeit konsequent fortgesetzt. In der Saison wurden zehn absolute Rundenrekorde und elf Rennrundenrekorde aufgestellt, ein weiterer Beleg für die kontinuierliche Leistungssteigerung.
Vom ersten Weltmeister der Pirelli-Ära, James Toseland im Jahr 2004, bis zu Nicolò Bulega im Jahr 2026 begleitete die Marke mit dem langen «P» dreiundzwanzig Jahre sportlicher und technischer Entwicklung in der Superbike-Weltmeisterschaft.

Red. TSP
Tuttosprint – Mobilität, Motoren, Reisen und Lifestyle.