WARUM AUTOVERSICHERUNGEN IN DER SCHWEIZ 2027 TEURER WERDEN KÖNNTEN

Red. TSP

05/11/2026

Illustration generated with Microsoft Copilot.

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REPARATUREN, ERSATZTEILE UND UNWETTERSCHÄDEN TREIBEN DIE KOSTEN FÜR AUTOVERSICHERUNGEN WEITER NACH OBEN.

Für Schweizer Autofahrer könnte das Halten eines Fahrzeugs auch im Jahr 2027 teurer werden. Eine aktuelle Umfrage von Comparis unter verschiedenen Versicherern zeigt, dass der Kostendruck in der Branche weiterhin hoch bleibt und weitere Prämienerhöhungen möglich sind.

Schweizer Autofahrer müssen sich möglicherweise auf weitere steigende Kosten einstellen. Nach Einschätzung mehrerer Versicherer haben sich die Faktoren, die bereits in den vergangenen Jahren zu höheren Versicherungsprämien geführt haben, noch nicht entschärft. Reparaturen werden teurer, Ersatzteile kosten mehr und Naturereignisse verursachen immer höhere Schäden.

Bereits in den vergangenen fünf Jahren sind die Prämien für Motorfahrzeugversicherungen kräftig gestiegen. Laut Comparis legten sie zwischen August 2021 und August 2026 um rund 19 Prozent zu. Allein innerhalb der letzten zwölf Monate betrug der Anstieg mehr als sieben Prozent.

Die Kosten für Reparaturen steigen weiter

Besonders stark fallen derzeit die höheren Werkstattkosten und die Preissteigerungen bei Ersatzteilen ins Gewicht. Mehrere Versicherer nennen diese Entwicklung als einen der Hauptgründe für den anhaltenden Druck auf die Prämien. Gleichzeitig schlagen Schäden durch Naturereignisse wie Hagelereignisse immer stärker zu Buche.

Hinzu kommt die zunehmende technische Komplexität moderner Fahrzeuge. Sensoren, Kameras und Fahrerassistenzsysteme machen viele Reparaturen deutlich aufwendiger als noch vor wenigen Jahren. Selbst bei vergleichsweise kleinen Schäden können zusätzliche Arbeiten notwendig werden, beispielsweise die Kalibrierung elektronischer Systeme nach dem Austausch einer Windschutzscheibe.

Wie stark die Reparaturkosten inzwischen gestiegen sind, zeigen aktuelle Zahlen von Comparis. Zwischen 2023 und 2025 erhöhten sich die durchschnittlichen Kosten für Reparaturen an hinteren Türen um fast 46 Prozent. Bei Seitenteilen lag der Anstieg bei über 41 Prozent, bei vorderen Kotflügeln bei mehr als 32 Prozent.

Nicht jeder Versicherte wird gleich stark betroffen sein

Ob und in welchem Umfang eine Prämienerhöhung erfolgt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem Fahrzeugtyp, Fahrzeugwert, Fahrzeugalter und die bisherige Schadenhistorie des Versicherungsnehmers. Einige Versicherer haben Anpassungen bereits angekündigt, andere wollen sich derzeit noch nicht konkret zu ihrer Preisgestaltung für 2027 äussern.

Für Autofahrer lohnt es sich deshalb, die eigene Versicherung regelmässig zu überprüfen. Gerade in Zeiten steigender Prämien kann ein Vergleich der Angebote beträchtliche Einsparungen ermöglichen. Laut einer von Comparis zitierten Befragung zahlten 45 Prozent der Versicherten im Jahr 2026 höhere Prämien als im Vorjahr. Dennoch wechselten lediglich sechs Prozent ihre Autoversicherung. Wer den Anbieter wechselte, konnte häufig mehrere hundert Franken pro Jahr sparen.

Vergleichen kann bares Geld sparen

Auch wenn Autofahrer die Entwicklung der Reparaturkosten nicht beeinflussen können, haben sie dennoch Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu senken. Neben dem Vergleich verschiedener Anbieter kann es hilfreich sein, den Versicherungsumfang regelmässig an das Alter und den Wert des Fahrzeugs anzupassen oder die Höhe des Selbstbehalts zu überprüfen.

Fest steht: Die Kosten im Schweizer Motorfahrzeugmarkt befinden sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, dürften viele Autofahrer spätestens mit der nächsten Prämienrechnung die Auswirkungen direkt im Portemonnaie spüren.

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