MOTOGP ASSEN 2026 – MOTO2 UND MOTO3 AUS REIFENSICHT

Red. TSP

28/06/2026

MotoGP Assen 2026 - Moto2 start

MotoGP Assen 2026 - Moto2 start - (Credit: Pirelli)

ALONSO GEWINNT EIN HERZSCHLAGFINALE IN DER MOTO2™, QUILES SETZT SICH IN DER MOTO3™ MIT MEDIUM‑SC2 DURCH

Am Sonntag, 28. Juni 2026, wurden die Rennen des Grossen Preises der Niederlande unter deutlich frischeren Bedingungen ausgetragen. In der Moto2™ entschieden sich alle Fahrer für die weichsten verfügbaren Pirelli‑Optionen – Soft SC1 vorne und Soft SC0 hinten. Auch in der Moto3™ setzten fast alle Fahrer hinten auf Soft SC1, mit einer Ausnahme: Sieger Máximo Quiles.

Alonso bezwingt Gonzalez im letzten Moment

Der Kolumbianer David Alonso (Kalex) feierte seinen ersten Moto2™‑Saisonsieg. Von der Pole gestartet, lieferte er sich bis zur letzten Kurve ein intensives Duell mit Manuel Gonzalez, der knapp Zweiter wurde. Senna Agius komplettierte das Kalex‑Podium. Alle Fahrer nutzten Soft SC1 vorne und Soft SC0 hinten, eine Kombination, die ein enges Rennen bis zum Schluss begünstigte.

Quiles’ entscheidende Reifenwahl

In der Moto3™ bestätigten die meisten Fahrer die Mischungen aus dem Qualifying – mit Ausnahme von Máximo Quiles (KTM). Als einziger setzte er auf Medium SC2 hinten und kombinierte diese mit Medium SC2 vorne. Die übrigen Fahrer wählten hinten durchgehend Soft SC1, vorne in 16 von 25 Fällen ebenfalls Soft SC1. Hinter Quiles folgten zwei weitere KTM‑Piloten: David Almansa und Marco Morelli, beide mit Soft SC1 vorne und hinten. Bei gleicher Rundenzahl war das Rennen 2026 rund ein Zehntel pro Runde schneller als 2025.

Wechselhafte Wetterbedingungen

Nach starken Regenfällen in der Nacht kühlte die Strecke deutlich ab. Die Niederschläge löschten die zuvor aufgebaute Gummischicht, sodass die Fahrer auf eine „frische“ Asphaltoberfläche trafen.

SPANNENDE RENNEN UND SOLIDE LEISTUNG DER REIFENSERIE

GIORGIO BARBIER DIRETTORE PIRELLI RACING MOTO

 „Das Wochenende in Assen war von stark wechselnden Wetterbedingungen geprägt: Auf die hohen Temperaturen der ersten beiden Tage folgten heute kühlere, aber dennoch warme Bedingungen. Die intensiven Regenfälle in der Nacht von Samstag auf Sonntag reduzierten einerseits die Temperaturen und setzten andererseits die Strecke zurück, indem sie die zuvor abgelegte Gummischicht entfernten. In der Moto2™ entschieden sich alle Fahrer – wie bereits in den ersten Sessions erkennbar – für die weichsten verfügbaren Optionen, also SC1 vorne und SC0 hinten. Diese Konfiguration begünstigte ein besonders umkämpftes Rennen bis zur letzten Kurve und bestätigte die hohe Konstanz der Reifenleistung. In der Moto3™ erwiesen sich alle Optionen als sehr konkurrenzfähig. Quiles gewann mit einer gegenläufigen Wahl, nämlich Medium SC2 an beiden Achsen, während die weiteren Podiumsfahrer auf Soft SC1 vorne und hinten setzten. Quiles’ mutige Entscheidung bedeutete zu Beginn einen Nachteil gegenüber den weicheren Mischungen, zahlte sich jedoch in der zweiten Rennhälfte aus: Die höhere Konstanz der Medium‑Mischung ermöglichte ihm, die Führung zurückzuerobern und einen voll verdienten Sieg einzufahren.“