F1 GP GROSSBRITANNIEN 2026 – DAS RENNEN AUS SICHT DER REIFEN

Red. TSP

05/07/2026

2026 winner Charles Leclerc driving the (16) Scuderia Ferrari SF-26 at Silverstone Circuit

Charles Leclerc of Monaco driving the (16) Scuderia Ferrari SF-26 leads Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 and Andrea Kimi Antonelli of Italy driving the (12) Mercedes AMG Petronas F1 Team W17 on track during the F1 Grand Prix of Great Britain at Silverstone Circuit - (Credit: Pirelli)

LECLERC FÄRBT SILVERSTONE ROT

Charles Leclerc hat den Grossen Preis von Grossbritannien gewonnen, der unter Safety‑Car‑Bedingungen zu Ende ging. Hinter dem Ferrari‑Piloten komplettierten George Russell und Lewis Hamilton das Podium. Für Leclerc ist es der erste Saisonsieg, für Ferrari der 250. Erfolg in der Formel 1.

Die ursprünglich von den meisten Teams geplante Einstoppstrategie wurde durch zwei Neutralisationen in der Schlussphase über den Haufen geworfen, sodass alle Fahrer mindestens zwei Boxenstopps einlegten. Das gesamte Feld startete auf dem C2 und wechselte anschliessend auf den Hard.

Ein Grossteil der Spitzenfahrer entschied sich im letzten Stint für den Soft. Russell hingegen war bereits beim zweiten Stopp von Hard auf Medium gegangen und setzte daher auf Track Position, indem er das Rennen auf dem gelben Reifen beendete.

Da das Rennen hinter dem Safety Car endete, konnten die Fahrer, die auf den C3 gesetzt hatten, dessen volles Leistungspotenzial nicht ausschöpfen.

Kimi Antonelli absolvierte die meisten Runden auf dem Medium und fuhr 35 Umläufe mit dem C2. Oscar Piastri legte mit dem Hard den längsten Stint zurück und kam auf 34 Runden. Die meisten Runden auf dem Soft – zwölf – fuhr Alexander Albon.

Trotz eines Platzes ausserhalb der Punkte behält Antonelli die Führung in der Fahrerwertung mit 179 Punkten. Dahinter folgt sein Teamkollege mit nun 154 Zählern, während Lewis Hamilton mit 147 Punkten auf Rang drei liegt.

DARIO MARRAFUSCHI – MOTORSPORT-DIREKTOR PIRELLI

„Alle Teams haben sich heute auf eine einzige Strategie ausgerichtet, genau jene, die unsere Simulationen als die schnellste ausgewiesen hatten. Bis zur ersten Virtual Safety Car‑Phase gab es daher aus strategischer Sicht keine wesentlichen Abweichungen, abgesehen von der Wahl des Fensters, in dem das Medium gegen den Hard getauscht wurde. Zu den frühzeitigen Boxenstopps einiger Fahrer trug auch das Abbauverhalten der Reifen bei, das im ersten Teil des Rennens höher ausfiel als in den vergangenen Tagen – begünstigt durch die höheren Temperaturen an diesem Sonntag. Mit der ersten Neutralisation versuchten einige, durch die Montage eines neuen Satzes C2 mehr Grip zu nutzen. Die finale Safety‑Car‑Phase führte jedoch nicht nur zum breiten Einsatz der weichsten Mischung, des C3, sondern bestimmte auch die Reihenfolge der Fahrer auf dem Podium. George Russell konnte den zweiten Platz sichern, da er seinen zweiten Boxenstopp aufgrund eines Trümmerteils bereits absolviert hatte, während die beiden Ferrari‑Piloten anhielten, um die Soft zu montieren – in der Annahme, dass das Rennen neu gestartet würde, was letztlich nicht geschah. Der Einsatz von Pirelli in Silverstone endet Sonntag nicht. Am Dienstag und Mittwoch sind wir wieder auf der Strecke, mit Unterstützung von Mercedes und Williams, für zwei weitere Entwicklungstests zur Definition der Konstruktion der Slickreifen für die nächste Saison.“

Impressum | Werbung / Pubblicité / Pubblicità