E-PRIX SHANGHAI: NISSAN PUNKTET AN EINEM ANSPRUCHSVOLLEN WOCHENENDE

Red. TSP

06/07/2026

E-PRIX SHANGHAI 2026 - Oliver Rowland

E-PRIX SHANGHAI 2026 - Rowland - (© 2026 Nissan)

ROWLAND ACHTER, NATO DURCH STRAFEN ZURÜCKGEWORFEN

Das Nissan Formel E Team konnte auf dem Shanghai International Circuit beim zwölften und dreizehnten Lauf der ABB FIA Formel‑E‑Weltmeisterschaft 2025/2026 wichtige Punkte einfahren. Oliver Rowland belegte im Sonntagsrennen Platz acht, während Norman Nato ein von Strafen und wechselhaften Bedingungen geprägtes Wochenende erlebte.

Samstag: starker Beginn, dann Einbruch im Regen

Aufgrund der schwierigen Wetterprognosen wurden die Zeitpläne an beiden Tagen um drei Stunden vorverlegt, was extrem frühe Starts für Teams und Fahrer bedeutete.

Im ersten Rennen verpasste Rowland den Einzug in die Duell‑Phase und startete von Position 13. Nato erhielt nach mehreren Komponentenwechseln eine Strafe von insgesamt sechzig Startplätzen und verzichtete daher auf ein Qualifying, um Reifen zu sparen.

Im Rennen zeigte Rowland zunächst eine starke Pace und arbeitete sich bis in die Top Fünf vor. Mit zunehmendem Regen konnte er das Tempo jedoch nicht halten und fiel auf Rang 13 zurück.

Nato musste zusätzlich eine Zehn‑Sekunden‑Stop‑and‑Go‑Strafe absolvieren. Er konzentrierte sich zunächst auf das Energiemanagement. Ein später Boxenstopp mit Reifenwechsel und Druckanpassung wurde durch ein Problem verzögert, sodass er im Verkehr statt im freien Fahrwasser zurück auf die Strecke kam. Er beendete das Rennen als Zwanzigster.

Sonntag: starke Quali, mutige Strategie und Punkte für Rowland

Nach nächtlichen Anpassungen begrüßten erneut nasse Bedingungen das Team. Rowland erreichte die Halbfinals der Duelle und sicherte Startplatz vier. Nato wäre von Position fünf gestartet, wurde jedoch wegen einer technischen Unregelmäßigkeit aus der Qualifikation ausgeschlossen.

Beide Fahrzeuge gingen mit einem vollständigen Regen‑Setup ins Rennen. Der E‑Prix begann aufgrund starken Regens erst nach drei Runden hinter dem Safety Car.

Rowland verteidigte seine Position in den Top Ten, verlor jedoch mit zunehmender Trockenheit an Boden. Eine späte Full‑Course‑Yellow‑Phase ermöglichte eine mutige Strategie: Reifenwechsel und Druckanpassung für trockene Bedingungen. Mit seinem letzten Attack Mode zeigte der Weltmeister ein beeindruckendes Tempo, machte sechs Positionen in der Schlussrunde gut und wurde Achter – inklusive schnellster Rennrunde.

Nato, erneut vom Ende des Feldes gestartet, zeigte einen guten Beginn, konnte aber mit dem Regen‑Setup auf der abtrocknenden Strecke kaum Positionen gewinnen. Eine FCY unterbrach seinen Vorstoß. Er wurde als 17. gewertet.

Stimmen des Teams

Tommaso Volpe, Teamchef Nissan Formel E Team: «Ein schwieriges Wochenende. Rowland zeigte am Samstag zunächst eine starke Leistung, doch mit stärkerem Regen verloren wir an Pace. Nato war durch die Strafen bereits vor dem Start beeinträchtigt. Am Sonntag funktionierten die nächtlichen Anpassungen gut, besonders im Qualifying. Das Regen‑Setup zahlte sich im Rennen jedoch nicht aus. Die Entscheidung, Oli unter FCY zu stoppen, war richtig und brachte wichtige Punkte. Wir haben unser Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft, aber Rowland bleibt im Titelkampf gut positioniert. Jetzt richten wir den Fokus auf Tokyo.»

Nächster Lauf Vom 24. bis 26. Juli steht das Heimrennen des japanischen Teams in Tokyo auf dem Programm..