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⟡ Text – Fotos: Daniel Huber
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Luzern, 11. August 2026 – Mit der «Ducati Centenario»-Ausstellung würdigt das Verkehrshaus der Schweiz gemeinsam mit Ducati Schweiz das 100-jährige Bestehen der italienischen Traditionsmarke. Bis Ende März 2027 zeigt die Halle Strassenverkehr elf Motorräder, die von der Ducati 65 T aus dem Jahr 1953 bis zur aktuellen Panigale V4 S einen Bogen über mehr als sieben Jahrzehnte Ducati-Geschichte spannen.
Für das meistbesuchte Museum der Schweiz mit über einer Million Besucherinnen und Besuchern pro Jahr ist es die bislang umfassendste Sonderausstellung zu einer einzelnen Motorradmarke. Unter dem Motto «A Century Made of Seconds» erzählt sie, wie aus einem 1926 in Bologna gegründeten Elektronikbetrieb einer der emotionalsten Namen der Motorradwelt wurde – und wie aus einzelnen Sekunden auf der Rennstrecke Geschichte entsteht.

«Wir wollen die begehrteste Motorradmarke der Welt sein. Dafür muss ein Motorrad nicht nur perfekt funktionieren, sondern Leidenschaft für das Produkt wecken», sagt Antonio Marchese, Managing Director von Ducati (Schweiz) AG, zur Eröffnung. Er bringt damit auf den Punkt, worauf die Ausstellung optisch wie inhaltlich aufbaut: die drei Markenwerte Style, Sophistication und Performance – der unverwechselbare italienische Formwille, der Anspruch an Perfektion bis ins Detail und das rennsporterprobte Streben nach Leistung.
Grosse Verbundenheit mit der Schweiz
Dass die Schau ausgerechnet in Luzern und nicht nur am Firmensitz in Bologna stattfindet, hat einen konkreten Grund: die aussergewöhnliche Verbundenheit der Schweiz mit der Marke. Mit aktuell über 24’000 eingelösten Ducati-Motorrädern zählt die Schweiz zu den Ländern mit der weltweit höchsten Ducati-Dichte. Bis auf eine Maschine von Ducati Schweiz stammen sämtliche Exponate aus den Beständen Schweizer Sammlerinnen und Sammler. Sichtbarer Ausdruck dieser Nähe ist auch ein grosses Schild über der Ausstellung, das mit persönlichen Geburtstagsglückwünschen von Ducatisti aus aller Welt an die Marke gestaltet wurde.

«Ducati Motorräder waren in der Schweiz schon immer mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es war schon immer eine grosse Portion Leidenschaft dabei», bringt es Guido Voigt, Kurator und Projektleiter Strassenverkehr beim Verkehrshaus der Schweiz, auf den Punkt. Für ihn passt die Ausstellung deshalb bestens in die Halle Strassenverkehr, die mit Marken wie Monteverdi und der Red-Bull-Schau «World of Racing» ohnehin schon Geschichte und Rennsport miteinander verbindet.
Vom Einzylinder zum Vierzylinder-Rennmotor
Die elf ausgestellten Motorräder führen chronologisch durch ein Jahrhundert Markengeschichte. Den Anfang macht die Ducati 65 T (1953), die als Weiterentwicklung der Ducati 60 – des ersten 1949 gebauten Ducati-Motorrads – für den Wandel vom Elektronik- zum Motorradhersteller steht und bereits im markentypischen Rot lackiert war. Es folgen die 750 Sport (1972) und die 900 SS Königswelle (1978) aus der sportlichen V-Twin-Ära, die 750 F1 (1985) – das letzte Projekt des legendären Ducati-Ingenieurs Fabio Taglioni –, die Mille Replica (1986) sowie die 750 Paso (1987), das erste Serienmodell mit Design von Massimo Tamburini.
Mit der 888 Strada (1992) und der Monster 900 (1993), die das Segment der Naked Bikes überhaupt erst begründete, nähert sich die Schau der Gegenwart. Höhepunkte sind die Design- und Performance-Ikone Ducati 916 (1994) – ebenfalls von Tamburini gezeichnet – und die limitierte Panigale V4 SP2 30th 916 Anniversary (2024) als Hommage daran. Den Schlusspunkt setzt die aktuelle Panigale V4 S mit ihrem aus der MotoGP-Technik abgeleiteten Desmosedici-Stradale-V4: 1’103 cm³, 216 PS bei 13’500/min. Vom gut 2 PS starken Einzylinder der frühen Nachkriegszeit bis zu diesem hochkomplexen V4 mit desmodromischer Ventilsteuerung wird damit auf wenigen Metern sichtbar, wie radikal sich Ducati technisch entwickelt hat.
«Centenario Ride» am 22. August
Die Jubiläumsfeierlichkeiten in der Schweiz gehen am Samstag, 22. August 2026, weiter: Beim «Centenario Ride» fahren bis zu 100 Ducatisti gemeinsam von Oberkirch über den Glaubenberg nach Luzern, mit der Ausstellung im Verkehrshaus als Ziel. Die «Ducati Centenario»-Ausstellung selbst ist bis Ende März 2027 öffentlich zugänglich und im regulären Museumseintritt inbegriffen.






Red. TSP
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