Einstoppstrategie bringt Kimi Antonelli den Sieg beim ersten Formel‑1‑Rennen auf dem Madring. Der Mercedes‑Pilot setzt sich vor Max Verstappen und Lando Norris durch und vergrössert seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft. George Russell beendet das Rennen als Fünfter.
Boxenstopp unter VSC. Die drei Podiumsfahrer stoppen während der Virtual Safety Car‑Phase zwischen Runde 14 und 15. Antonelli und Norris wechseln von Medium auf Hard, Verstappen ersetzt die Soft‑Mischung vom Start durch Hard.
Strategien im Feld. Die Einstoppstrategie dominiert. Nur Russell, Sainz, Bearman, Alonso und Bottas stoppen zweimal. Die Bedingungen bleiben stabil: Asphalt bis 52°C, Luft 32°C.
WM‑Stand. Antonelli führt mit 292 Punkten vor Russell mit 211. Nächstes Rennen: Aserbaidschan am 26. September.


DARIO MARRAFUSCHI – MOTORSPORT‑DIREKTOR VON PIRELLI
„Die Teams sind das heutige Rennen mit einem anderen Ansatz angegangen als in den Trainingssimulationen am Freitag. Dank der durch die Virtual Safety Car gebotenen Gelegenheit haben die Teams eine sorgfältigere Kontrolle des Tempos und des Reifenabbaus bevorzugt, was eine deutliche Verlängerung der Stints ermöglichte und die Einstoppstrategie für den Grossteil des Feldes zur Referenz machte. Die Hauptdarstellerin des Grand Prix war die Hard‑Mischung, ein Reifen, der in den freien Trainings wenig genutzt wurde und heute ein sehr hohes Mass an Konstanz zeigte. Sie erwies sich als die robusteste der drei Mischungen – sowohl thermisch als auch mechanisch. Mit der C2 sahen wir mehrere Stints von über 45 Runden, mit sehr hoher Abnutzung, jedoch ohne nennenswerten Leistungsabfall. Auch Medium und Soft waren trotz der Streckentemperaturen gültige Optionen. Die C4 absolvierte konkurrenzfähige Stints, vergleichbar mit denen der Medium in Bezug auf die Dauer. Wie erwartet trat das Graining hauptsächlich vorne links im inneren Bereich der Lauffläche auf, jedoch mit begrenzter Intensität. Die Arbeit der Teams am Fahrzeug‑Setup und an der Reifenverwaltung trug dazu bei, die Auswirkungen zu minimieren. In einem Rennen mit wenigen Überholmöglichkeiten konnten sich die Fahrer auf das Reifenmanagement konzentrieren, was den strategischen Verlauf sehr linear machte. Glückwunsch an Ugo Ugochukwu zum Gewinn der Formel‑3‑Meisterschaft, die heute nach einer sehr umkämpften Saison entschieden wurde. Die Serie bleibt ein wichtiges Testfeld für junge Talente aus aller Welt. Dass der Titel erst im letzten Rennen vergeben wurde, zeigt das hohe Wettbewerbsniveau der Meisterschaft, die in diesem Jahr spektakuläre und sportlich wertvolle Rennen geboten hat.“


Red. TSP
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