FORMEL 1 2026 – GP VON MONACO AUS REIFENSICHT

Red. TSP

08/06/2026

Kimi Antonelli - Mercedes AMG Petronas F1 Team W17 - Monaco GP 2026

Kimi Antonelli - Mercedes AMG Petronas F1 Team W17 – (Credit: Pirelli)

ANTONELLI BEHERRSCHT MONACO – EIN PERFEKTER SIEG IM TEMPEL DER PRÄZISION –

Kimi Antonelli dominiert Monaco von Start bis Ziel. 

Der Mercedes‑Pilot startete von der Pole und gab die Führung auf den Straßen des Fürstentums nie aus der Hand. Ein souveräner Sieg, der seine WM‑Führung weiter ausbaut.

Dahinter wurde Lewis Hamilton Zweiter, während Isack Hadjar mit einem starken dritten Platz überraschte. Für Max Verstappen endete das Rennen bereits nach einer Runde wegen eines technischen Defekts.

Fast alle Fahrer starteten auf der Medium. Hamilton stoppte als Erster der Spitzengruppe in Runde 28, Antonelli folgte in Runde 37 – beide wechselten auf Hard. Eine Safety‑Car‑Phase in Runde 50 eröffnete eine weitere strategische Möglichkeit, die Hamilton und Leclerc nutzten. Kurz darauf löste Leclerc selbst eine weitere Neutralisation aus, die schließlich zur roten Flagge führte.

Beim stehenden Re‑Start montierten alle Fahrer die Soft. Antonelli erwischte erneut einen perfekten Start und sicherte sich den Sieg vor Hamilton und Hadjar.

Zu den längsten Stints: Ocon fuhr 50 Runden auf der C3, Lindblad 65 auf der C4, Alonso 55 auf der C5.

In der WM führt Antonelli nun mit 156 Punkten, 66 Zähler vor Hamilton. Russell folgt mit 88 Punkten.

Dario Marrafuschi – Pirelli Motorsport Direktor

„Heute haben die Fahrer alles gegeben und versucht, das Maximum aus ihren Autos herauszuholen. Das zeigen die höheren Abnutzungswerte der Reifen im Vergleich zu den Vortagen, die in einigen Fällen auch zu Leistungseinbußen führten. Der Ansatz, die Reifen nicht zu schonen, hat die Teams wahrscheinlich zu konservativeren Strategien veranlasst. Fast alle starteten auf Medium und wechselten im zweiten Stint auf Hard. Dennoch zeigen einige lange Runs auf Soft – wie jene von Aston Martin –, dass der rote Reifen eine valide Alternative war. Soft war auch die Wahl aller Fahrer beim Re‑Start. Am besten nutzte Kimi Antonelli alle drei Mischungen: Er fuhr die besten Zeiten des Rennens auf Hard, Medium und Soft und dominierte den Grand Prix. Insgesamt gelang es den Fahrern, die Reifen leichter ins Temperaturfenster zu bringen, möglicherweise dank der vielen Runden auf dem engen Stadtkurs. Die limitierende Achse war eindeutig die Hinterachse, aufgrund der zahlreichen Traktionsphasen und der damit verbundenen höheren Abnutzung. Es war ein interessantes Rennen, besonders in der zweiten Hälfte mit vielen Wendungen und einem neuen Start aus dem Stand.“