ORTOLÁ GEWINNT MOTO2™ AUF SOFT-MISCHUNGEN, DANISH SIEGT IN MOTO3™ AUF MEDIUM –
Der Grosse Preis der Tschechischen Republik 2026 brachte in beiden Klassen deutlich schnellere Rennzeiten als im Vorjahr – mit neuen Rundenrekorden und einem klaren Trend: die Pirelli‑Reifen spielten eine zentrale Rolle in der Performance-Entwicklung.
Ortolá zurück auf dem obersten Podestplatz
Iván Ortolá (Kalex) sicherte sich den Sieg im Moto2™‑Rennen von Brünn nach einem späten Überholmanöver gegen Pole‑Setter David Alonso (Kalex), der bis kurz vor Schluss das Tempo bestimmt hatte und schließlich Zweiter wurde. Lokalmatador Filip Salač (Kalex) komplettierte das Podium.
Bei der Reifenwahl herrschte nahezu Einstimmigkeit: Die gesamte Moto2™‑Startaufstellung setzte auf Soft‑Mischungen – SC1 vorne und SC0 hinten. Einzige Ausnahme war José Antonio Rueda (Kalex), der als einziger Fahrer hinten die Medium D0922 montierte und damit Platz zehn erreichte.
Danish feiert seinen ersten Moto3™‑Sieg
Während die Moto2™ klar auf Soft setzte, entschieden sich die Moto3™‑Fahrer überwiegend für Medium‑Reifen (SC2 vorne und hinten). Einzige Abweichung: Nicola Carraro (Honda) mit einer Soft‑SC1‑Vorderreifenwahl.
Hakim Danish (KTM) zeigte eine beeindruckende Aufholjagd vom 14. Startplatz und holte seinen ersten Sieg in dieser Kategorie. Hinter ihm landeten Brian Uriarte und WM‑Leader Máximo Quiles (beide KTM). Das Rennen über 16 Runden wurde bei 47 °C Asphalttemperatur und 29 °C Lufttemperatur ausgetragen.
Extrem schnelle Rennen und neue Rekorde
Das Moto2™‑Rennen wurde in 35’53,143 Minuten beendet – über zehn Sekunden schneller als 2025. Der Rennrhythmus verbesserte sich um fast sechs Zehntel pro Runde. Filip Salač setzte zudem einen neuen Rennrundenrekord in 1’58,590, fast neun Zehntel schneller als Joe Roberts’ Bestmarke aus dem Vorjahr. Auch die Moto3™ war deutlich schneller: 33’34,264 Minuten, ein Fortschritt von 6,4 Sekunden gegenüber 2025. Veda Pratama (Honda) fuhr den neuen Rennrundenrekord in 2’04,524, 930 Tausendstel schneller als der bisherige Bestwert und sogar schneller als der letztjährige absoluten Streckenrekord von Guido Pini.




SOFT IN MOTO2™ UND MEDIUM IN MOTO3™ DIE REFERENZMISCHUNGEN IN BRÜNN

„Die Bilanz des Wochenendes ist unter dem Leistungsprofil der gesamten Produktpalette äußerst positiv. In beiden Klassen war die Wahl der Rennlösungen nahezu einhellig, wenn auch mit einer Differenzierung zwischen Moto2™ und Moto3™: In der ersten setzten sich die Soft‑Mischungen durch, SC1 am Vorderreifen und SC0 am Hinterreifen, während in der zweiten die Medium SC2 an beiden Achsen die Referenz darstellte, hauptsächlich aufgrund der unterschiedlichen technischen Eigenschaften der Motorräder und der Reifendimensionen. Abgesehen von diesen Unterschieden ist der relevanteste Aspekt die deutliche Leistungssteigerung in beiden Kategorien im Vergleich zum Vorjahr. Die Rennen wurden mit deutlich höheren Rhythmen gefahren, mit einem Fortschritt von rund 10 Sekunden insgesamt in der Moto2™ und über 6 Sekunden in der Moto3™. Auch die besten Rundenzeiten im Rennmodus zeigten eine deutliche Verbesserung gegenüber 2025, erzielt bei gleichen verwendeten Lösungen und unter höheren Temperaturbedingungen. Der Blick richtet sich nun auf den morgigen Tag, an dem hier in Brünn eine Testsession mit allen Herstellern geplant ist, die der Entwicklung der für die MotoGP™ ab 2027 bestimmten Reifen gewidmet ist.“
Red. TSP
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